Der Kölnischen Lebensversicherung: a. G. brachte das Jahr 1965 mit 165 (151) Millionen Mark Neugeschäft und mit 118 (101) Millionen Bestandszuwachs Erfolge, wie sie in keinem vorhergehenden Jahr erreicht worden sind. Der Bestand stieg auf 1214 Millionen Mark. Inzwischen ist er auf 1265 Millionen gewachsen.

Die Kölnische Sachversicherung AG, Köln, steigerte 1965 ihre Prämieneinnahme um 13 Prozent auf 854 Millionen Mark. In der Bestandsmischung ergab sich, bedingt durch die vom 1. Januar 1965 von erhöhten Prämien des Unternehmenstarifs 1965, eine leichte Verschiebung zugunsten der Kraftverkehrsversicherung, die nunmehr einen Anteil von 45,8 Prozent gegenüber 44,4 Prozent im Vorjahr an der gesamten Prämieneinnahme hatte. Von dem nach der Zuführung zur freien Rücklage verbliebenen Reingewinn von 0,4 Millionen sind 14 Prozent Dividende auf das eingezahlte Aktienkapital ausgeschüttet worden.

Bei der Norddeutsche Hypotheken- und Wechselbank, Hamburg, stand das Jahr 1965 – das erste volle Geschäftsjahr nach dem Beschluß der Aktionäre, die Bank zu reaktivieren – im Zeichen des geschäftlichen, organisatorischen und personellen Aufbaus. Obwohl sich dieser Aufbau in Anbetracht der Kapifalmarktentwicklung 1965 unter schwierigen Bedingungen vollzog und obwohl erhebliche Anlaufkosten verkraftet werden mußten, konnte en ausgeglichenes Ergebnis vorgelegt werden.

Das Ergebnis der Hannoverschen Lebensversicherung a. G. für 1965 wurde beeinflußt von den zur Befreiung von der Angestelltenversicherungspflicht abgeschlossenen "Befreiungsversicherungen". Es wurde ein Zugang von mehr als 200 Millionen Mark erzielt, was gegenüber 1964 einer Steigerung von 45 Prozent entspricht. Diese Zuwachsrate liegt erheblich über dem durchschnittlichen Steigerungssatz der gesamten deutschen Lebensversicherung. Der 1965 erzielte Betriebsüberschuß von 9,6 Millionen Mark fließt in voller Höhe den versicherten Mitgliedern zu. Die Minderung dieses Betrages gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem starken Kursverfall der festverzinslichen Wertpapiere, der eine Buchabschreibung von über 4,6 Millionen erforderte.

Die Deutsche Lloyd Versicherungs-AG, München, schüttet für 1965 wieder eine Dividende von zwölf Prozent aus. Es soll ferner eine Erhöhung des volleingezahlfen Aktienkapitals von 2,5 auf vier Millionen Mark durch Ausgabe neuer, volleingezahlter Aktien zum Kurs von 125 Prozent durchgeführt werden.

Das Ergebnis der Dortmunder Ritterbrauerei AG, Dortmund, wird 1966 vermutlich gut ausfallen. Ein Zusammengehen von Dortmunder Ritter- mit der Dortmunder Union-Brauerei, das vor einigen Wochen im Gespräch war, wird doch noch längere Zeit auf sich warfen lassen. Den Gewinn pro Aktie bezifferte die Verwaltung für 1965 auf 38 Mark. Davon wurden 17 Mark ausgeschüttet.

Für die Dampfschifffahrtsgesellschaft"Neptun", Bremen, stand das Geschäftsjahr 1965 im Zeichen der vorzeitigen Ablösung der Wiederaufbaudarlehen. Die Reederei sah sich danach in der Lage, die nunmehr frei gewordene Sonderrücklage von 1,63 Millionen Mark aufzulösen. Davon wurden 0,3 Millionen den freien Rücklagen zugeführt und 1,33 Millionen als Ertrag in die Gewinn- und Verlustrechnung eingesetzt. Damit wurde das Ergebnis soweit verbessert, daß ein Jahresüberschuß von 1,81 Millionen ausgewiesen werden konnte. Er wurde dazu benutzt, den Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 2,09 Millionen abzubauen, so daß nur noch ein Verlustvortrag von 0,28 Millionen Mark verbleibt. Ob die Reederei im laufenden Geschäftsjahr in die Gewinnzone fährt, ist jedoch noch offen.