Nguyen Chanh Thi, populärster südvietnamesischer General, dessen Absetzung im letzten Frühjahr die monatelangen buddhistischen Unruhen auslöste, nahm denselben Weg, wie so viele entmachtete Kollegen vor ihm: Er reiste als Privatperson in die USA, angeblich, um sich ärztlich behandeln zu lassen.

Alexander von Falkenhausen, Generaloberst a. D., 1934/38 Militärberater des nationalchinesischen Generalissimus Tschiang Kai-schek, im 2. Weltkrieg Militäroberbefehlshaber in Belgien und Nordfrankreich, 1951 von einem belgischen Gericht zu 12 Jahren Haft verurteilt, doch kurz darauf begnadigt, starb 88jährig in Nassau an der Lahn. Seine zweite Frau war eine belgische Widerstandskämpferin, die vor ihrer Heirat von den Deutschen wegen Spionage zum Tode verurteilt worden war.

Willy Brandt wurde vom Hamburger Abendblatt als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl 1969 ins Gerede gebracht, doch ließ das SPD-Präsidium sofort dementieren. Allerdings hofft die SPD, selber den Nachfolger für Heinrich Lübke vorschlagen zu können.

Mihajlo Mihajlov, wegen freimütiger Artikel über die Sowjetunion vorbestrafter jugoslawischer Schriftsteller, mußte eine Haussuchung und Presseverleumdungen über sich ergehen lassen, nachdem er angekündigt hatte, er wolle neben den Kommunisten eine eigene sozialistische Sammlungsbewegung gründen.

Lord Snowdon, Gemahl der Prinzessin Margaret, (Wochengehalt als Photoberater der Sunday Times: 1600 Mark) unterzog sich vier Tage lang in einem Londoner Krankenhaus einer kostenlosen Generaluntersuchung, die ihm im Rahmen des freien Gesundheitsdienstes für einen Beitrag von wöchentlich 47 Cents zusteht.