Grönland will schöner werden

Die Grönländer, die in den letzten Jahren der Schwermut anheimzufallen drohten, haben wieder etwas Hoffnung geschöpft: Die dänische Regierung will in den nächsten fünf Jahren drei Millionen Kronen für die Verschönerung der Städte unweit des ewigen Eises ausgeben. Die Gründe für diesen Schritt sind einleuchtend. Zwar herrscht auf Grönland nicht mehr die ursprüngliche Wellblech- und Holzkistenarchitektur vor, aber die daraufhin gebauten Mietskasernen sind kaum mehr dazu angetan, das Auge der Einheimischen, geschweige denn das der Touristen zu erfreuen. Wie allerdings mit den drei Millionen Kronen die öde Landschaft verschönert werden soll, ist den Initiatoren noch unklar. Zählt doch zu den Berühmtheiten von Grönland ein Bürgermeister, dem es drei Jahre gelang, in seinem Garten eine für örtliche Begriffe tropische Vegetation zu nähren. Sie bestand aus einem tapferen, kleinen Löwenzahn.

Wohlstandssnobismus auf dem Lande?

Nach vorsichtigen Schätzungen werden in diesem Jahr 20 Millionen Bundesbürger eine Ferienreise unternehmen, die Mehrzahl wird länger als 14 Tage unterwegs bleiben und sich in Spanien, Italien und Österreich sonnen. Der Drang ins Ausland scheint freilich ein wenig nachzulassen: Die Nachfrage nach Ferienwohnungen in deutschen Mittelgebirgsorten, die eine ruhige Sommerfrische versprechen, ist sprunghaft angestiegen. Zum Schlager der Saison haben sich indes die "Ferien auf dem Bauernhof entwickelt. Zurück zur Natur oder Wohlstandssnobismus? Gleichwie: Die Höfe in Bayern und im Schwarzwald sind ausverkauft!

Der 168 000-Mark-Urlaub

Wer zu einer Kreuzfahrt auf einer schneeweißen Yacht neigt, wird sich in diesem Jahr überlegen müssen, ob er eine solche mieten oder kaufen soll. Die Charterpreise für Yachten in den attischen Häfen Passalimani, Tourkolimano und Vouliagmeni liegen zwischen 50 und 1500 Dollar pro Tag (200 bis 6000 Mark). Der exklusive Yachtfreund, der seinen vierwöchigen Urlaub allein verbringen möchte, kann demnach mit Auslagen von 168 000 Mark rechnen. Rechnet man den Hin- und Rückflug noch dazu ...

Für 8000 Mark Dorfbesitzer