FÜR Bibliophile mit naturwissenschaftlichen und Naturwissenschaftler mit bibliophilen Neigungen –

Georg Büchner: "Über Schädelnerven"; Heinz Moos Verlag, München; 34 S. mit einer Farbradierung von Imre Kocsis, 250 numerierte Exemplare, 120,– DM.

ES ENTHÄLT die Probevorlesung des Arztsohnes Georg Büchner, mit der er sich 1836 an der Universität Zürich als Privatdozent für vergleichende Anatomie habilitierte, auf handgeschöpftem englischen Bütten gedruckt, gesetzt aus der Schneidler-Mediaeval der Bauerschen Gießerei und versehen mit von Herbert Post geschnittenen Initialen. Im Protokoll der philosophischen Fakultät der Universität Zürich heißt es: "Da die am heutigen Tage gemäß der Aufforderung des Hohen Erziehungsrates angestellte Probevorlesung des Herrn Dr. Büchner nach Form und Inhalt des Vorgetragenen den Forderungen der Fakultät vollkommen entsprochen, wird beschlossen, denselben dem Hohen Erziehungsrate zur Aufnahme unter die Privatdozenten der Hochschule zu empfehlen

ES GEFÄLLT, weil es sich hier nicht um eine jener Luxusausgaben handelt, die nichts sind als teuer, sondern weil der Verlag sich etwas gedacht hat: Mit dem vorzüglich ausgestatteten Handpressendruck wird eine vielversprechende Reihe eröffnet, in der ausgewählte naturwissenschaftliche Texte von besonderer literarischer oder historischer Bedeutung vorgelegt werden sollen. U. N.