Bei der zum Flick-Bereich gehörenden Eisenwerk-Gesellschaft Maximilianshütte mbH, Sulzbach-Rosenberg, war der Geschäftsverlauf 1964/65 günstiger als in der übrigen deutschen Stahlindustrie. Durch Umstellung der Fertigung auf höhere Qualitäten war es zwar möglich, den Bruttoabsatz in den ersten sechs Monaten gegenüber der Vergleichszeit 1964/65 weiter um 5,5 Prozent auf 269 Millionen auszuweiten; der anhaltende Erlösverfall führte jedoch zu einer Verschlechterung der Ertragslage. 1965 wurde ein unveränderter Reingewinn von sechs Millionen erwirtschaftet, über dessen Verwendung keine Angaben gemacht werden.

Die Verwaltung der Aral AG, Bochum, ist mit dem Ablauf des Geschäftsjahres 1965 zufrieden. Obwohl der Gesamtabsatz im Jahre 1965 gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um rund fünf Prozent auf 5,91 (6,24) Millionen Tonnen aufweist, ergab sich im Berichtsjahr eine Umsatzzunahme um rund zwei Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Mark. Die sich in diesen Zahlen widerspiegelnde Ertragsbesserung ist vor allem darauf zurückzuführen, daß die Absatzpolitik auf das Tankstellen- und Großverbrauchergeschäft konzentriert wurde. Zugunsten dieses Prinzips habe man 1965 wie auch in früheren Jahren bewußte Zurückhaltung bei erlösungünstigen Großhandels- und Exportgeschäften geübt. Für 1965 hat die Gesellschaff mit ihren Aktonären einen Gewinn von 6,9 (6,1) Millionen Mark abgerechnet.

Ferrostaal AG, Essen, Handelsgesellschaft des Gutehoffnungshütte-Konzerns, hat nach dem vorjährigen Sprung um mehr als 30 Prozent ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr nochmals um 1,1 Prozent auf 985 nach 975 Millionen Mark ausweiten können. An die Konzernkasse der GHH wird ein kaum veränderter Gewinn von 4,24 nach 4,20 Millionen Mark abgeführt. Als "Avantgarde des Bayer-Verwaltung entgegen, mit den Käufen bei Phrix nichts zu tun zu haben. Dennoch erzielte die Phrix-Aktie einen hübschen Kursgewinn. Nach der zweiten Version wollte sich Bayer angeblich an der Metzeler AG beteiligen. Die Metzeler-Verwaltung dementierte mit Nachdruck. Aber findige Börsianer hatten schon eine neue Version zur Hand: Das Geld will Bayer dazu benutzen, den amerikanischen Aktionären ein Angebot auf Übernahme ihrer Aktien zu machen, um auf diese Weise den Druck der ständigen Auslandsverkäufe endlich zu beseitigen.

Am Montanmarkt bestand die Unsicherheit fort. Solange man nicht weiß, welche Dividenden um wieviel gesenkt werden, wird die labile Tendenz anhalten. Wie aus Kreisen der Stahlindustrie zu hören ist, sollen Totalausfälle bei den Dividendenzahlungen nach Möglichkeit vermieden werden. Das würde bedeuten, daß einige Unternehmen für ihre Ausschüttungen die Rücklagen heranziehen müssen. Aus Börsensicht – das läßt der Kurs erkennen – ist die Dividende beim Hüttenwerk Oberhausen am meisten in Gefahr. K. W.

Konzerns" – so bezeichnete der neue Vorstandsvorsitzer Delvendahl die Ferrostaal AG – sei es vor allem die Aufgabe des Essener Handelshauses, den Export nach Übersee zu pflegen, da aus dem Inlandsmarkt nicht mehr das herauszuholen sei, was in den vergangenen Jahren möglich war. Etwa 50 Prozent der Ferrostaal-Exporte gehen nach Südamerika; das Ostblockgeschäft erreicht etwa 5 bis 6Prozent.

Bei der Breitenburger Portland-Cement-Fabrik, Hamburg und Lägerdorf, konnten die durch die Witterung zu Beginn des Jahres eingetretenen Umsatzrückgänge im 1. Halbjahr fast wieder ausgeglichen werden. So lange sich die Rückschläge im Rahmen von nicht mehr als 5 Prozent bewegen, sind sie nach Ansicht des Vorstandes nicht besorgniserregend, wenn sich die Kostensteigerungen gleichzeitig abflachen. Für 1965 wird wieder eine Dividende von 12 Prozent und zusätzlich ein Bonus von 2 Prozent verteilt.

In Anpassung an das im letzten Jahre um 15 Prozent auf 211,6 (183) Millionen Mark gewachsene Bilanzvolumen hat die Gesellschaftsversammlung des Bankhauses Hardy & Co. GmbH, Frankfurt/Berlin an dem die Dresdner Bank beteiligt ist, eine Erhöhung des Stammkapitals um zwei auf zehn Millionen Mark beschlossen. Der ausgewiesene Reingewinn erlaubte wieder eine Dividende von zwölf Prozent.

Die Obere Donau Kraftwerke AG, München, hat ihren Umsatz um rund 2,9 auf 12,8 Millionen Mark erhöht. Aus dem Reingewinn von 1,2 Millionen werden 5 1/4 Prozent Dividende auf die Vorzugsaktien in Höhe von 787 500 Mark und vier Prozent Dividende auf Stammaktien in Höhe von 503 500 Mark ausgeschüttet.