Abdel Rahman al-Bazzaz, der erste zivile Ministerpräsident im Irak seit dem Sturz der Monarchie im Jahre 1958, wurde kurz nach seiner Rückkehr von einer erfolgreichen Reise in die Sowjetunion von der Armee gestürzt. Er war mit seinem Programm – Rückkehr zum Rechtsstaat, mehr Privatinitiative, Aussöhnung mit den Kurden – in den zehn Monaten seiner Amtszeit, zum Mißfallen vieler Offiziere, sehr populär geworden. Sein Nachfolger, General a. D. Naji Talib, ist Wasser-freundlicher und genießt bei den Kurden weniger Vertrauen.

Mao Tse-tung hat in den letzten Monaten zwei neue Direktiven ausgearbeitet, mit denen er das chinesische Volk ständig in revolutionärer Bewegung halten will. In allen Schulen, Ämtern, Betrieben und Orten werden Ausschüsse für die sogenannte Kulturrevolution gegründet, deren Ziel es ist, "alle jene in den Oberschichten zu vernichten", die noch an kapitalistischen, bürgerlichen und reaktionären Lehren kleben.

Moise Tschombé läßt in Belgien, Frankreich, Rhodesien und Südafrika weiße Söldner anwerben. Von seinem Exil im Pariser Hotel "Napoleon" bereiteter sein Comeback vor. Das Regime Mobutu in Kinschasa (Leopoldville) vermutet, daß die noch anhaltende Meuterei der katangesischen Gendarmen ebenfalls von Tschombé und von belgischen Finanzkreisen angestiftet wurde.

Mihajlo Mihajlov, oppositioneller jugoslawischer Schriftsteller russischer Abstammung, wurde zwei Tage vor der Gründung einer nichtkommunistischen, linkssozialistischen Zeitung verhaftet. In seinem Organ wollte er auch Arbeiten des seit neun Jahren inhaftierten Schriftstellers Milovan Djilas ("Die neue Klasse") abdrucken.