Das beliebte Thema steuerfreier Überstunden wird im Bundestag so schnell nicht wieder hervorgeholt werden. Nicht nur, daß eine Reihe von Fachleuten eine zunehmende strukturelle Arbeitslosigkeit befürchten; Die negativen Wirkungen steuerfreier Mehrarbeit über die tarifliche Arbeitszeit hinaus werden im allgemeinen höher veranschlagt als ihre positiven.

Dafür will sich aber eine Gruppe von Abgeordneten der CDU/CSU intensiv mit der Teilzeitarbeit befassen, also mit der Halbtagsbeschäftigung oder der Tätigkeit von Aushilfskräften. Hier liegen zweifellos Reserven auf dem Arbeitsmarkt brach, die genutzt werden sollten, wenn sich Spannungen zeigen. Gleichgültig, ob die Zeit der größten Anspannungen auf dem Arbeitsmarkt vorüber ist oder nicht, kann es nur begrüßt werden, wenn die dafür in Frage kommenden Vorschriften einmal durchforstet werden.

Zur Zeit ist es ein beinahe undurchdringlicher Wust, wobei die jeweiligen Bestimmungen in der Arbeitslosenversicherung andere sind als in der Krankenversicherung und in der Sozialversicherung, von der Lohnsteuer ganz zu schweigen. Hier muß irgendwann einmal Ordnung geschaffen werden. Ob allerdings die Unternehmer bereit sind, die neuen gesetzlichen Möglichkeiten zur Förderung der Teilzeitbeschäftigung auch zu nutzen, das kann der Gesetzgeber nicht beeinflussen. Darüber müssen sich die Abgeordneten ebenso im klaren sein wie die Unternehmen selbst. je