Die Offiziersgruppe, die im Frühjahr in Damaskus an die Macht kam, hat sich von Anfang an sehr wild gebärdet. So drohte der syrische Verteidigungsminister Assad schon im Mai mit Methoden des Krieges, die in jedes israelische Haus den Schrecken einziehen lassen würden.

Nach den schweren Luft- und Seekämpfen am Montag an der syrischisraelischen Grenze hat Damaskus seine neue Strategie erläutert: Künftig will es jeden israelischen Angriff mit doppelter Gewalt "gnadenlos vergelten", sofort die Waffenstillstandslinie überschreiten und sich nie wieder bei der UN beschweren. Mit seiner letzten Beschwerde über einen israelischen Luftangriff vor einigen Wochen war Syrien nicht durchgedrungen. Die Zwischenfälle resultierten aus dem Streit, ob israelische Bauern ihre Äcker in der entmilitarisierten Zone bearbeiten dürfen. Womöglich will das syrische Militär nur von den Rivalitätskämpfen innerhalb der Armee ablenken.