Eine Million Menschen sollen seit dem mißglückten kommunistischen Putsch in Indonesien, im letzten Herbst von fanatischen Moslems und der Armee abgeschlachtet worden sein. Nach einem Untersuchungsbericht von 150 indonesischen Wissenschaftlern wurden in Ost- und Mitteljava etwa 800 000, auf Bali 100 000 und fast so viele auf Sumatra enthauptet oder erschossen.

Jetzt schwebt das Inselreich in der Gefahr eines neuen Bürgerkrieges. Zum erstenmal hat das Militär auf Anhänger Präsident Sukarnos geschossen. Eine Elitedivision wurde nach Zentraljava in Marsch gesetzt. Einst war dort die Hochburg der Kommunisten, jetzt ist es das Machtzentrum der sozialistischen Nationalpartei, aus der Sukarno hervorging.