Peter Stähle hat in seinem Beitrag über die Reisewelle in der DDR erkennen lassen, daß es als Bundesbürger vorläufig noch fast aussichtslos ist zu versuchen, als Urlauber eine Einreisegenehmigung zu erhalten. Er wollte nicht Wünsche erwecken, die nicht in Erfüllung gehen. Doch ist zu erkennen, daß auch die DDR Pläne verwirklichen will, um an dem Reiseboom zu partizipieren wie schon die anderen Ostblockländer. Wegen des lebhaften Echos auf diesen Beitrag und als Antwort auf viele Anfragen verweisen wir hier – wie schon in Nr. 12 vom 18. März 1966 – auf die Möglichkeit, an Rundfahrten teilzunehmen, die von westdeutschen Reiseunternehmen veranstaltet werden, zum Beispiel CEBU-Reisen, Hannover, und Frankfurter Studienreisen, Frankfurt. Diese Reisen, zum Teil seit dem vorigen Jahr, sind in der Bundesrepublik zu buchen.

Außerdem sind Anträge in der DDR für Einreisegenehmigungen möglich zu

  • Verwandtenbesuchen
  • Kongressen und Tagungen
  • zur Leipziger Messe
  • zur Ostseewoche in Rostock

Auch den Antrag, den Urlaub in der DDR zu verbringen, kann man bei dem Staatlichen Reisebüro der DDR, Berlin, Charlottenstraße, stellen. Genehmigungen werden selten erteilt. Manchmal wird, wenn überhaupt, als Grund für die Ablehnung der Mangel an freien Betten angeführt. – dt