Seit 1960 haben die Ostblockländer ihre führende Stellung im Handel mit China verloren. Chinas „großer Sprung nach vorn“ brachte dem Land nicht nur eine krisenhafte Wirtschaftsentwicklung, dern auch politische Spannungen mit der Sowjetunion, der bis dahin unbestrittenen kommunistischen Führungsmacht. Als Folge davon wurden die russischen Techniker zurückgezogen und die sowjetischen Lieferungen scharf gedrosselt. Andere sozialistische Länder, wie die DDR, die 1957 noch Waren im Wert von 106 Millionen Dollar nach China lieferte, schlossen sich an. Heute zählen Japan, Kanada und Australien zu den Hauptlieferanten. Ebenso wie die anderen westlichen Länder liefern sie vor allem Maschinen, chemische Produkte und Getreide. Zwischen den USA und China besteht kein direkter Handelsverkehr. Die Bundesrepublik erzielte 1965 seit fünf Jahren erstmals wieder einen Ausfuhrüberschuß gegenüber China und konnte ihren Export im Vergleich zu 1964 verdreifachen.