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DIE ZEIT

Des Kanzlers Niederlage

Wie ein Löwe werde der Kanzler diesmal kämpfen, versicherten seine Freunde. In seinem Urlaub am Tegernsee hatte sich Erhard dazu durchgerungen, den Haushalt des nächsten Jahres um 1,5 Milliarden Mark zu kürzen.

Ideologischer Veitstanz

Mozart soll hinfort nicht mehr gespielt werden in Maos Reich, aber auch nicht Schostakowitsch. Die Verkehrsampeln will man umdrehen – Rot bedeutet dann „Freie Fahrt“ – und nächtliche Neonreklamen bleiben reserviert für Mao-Zitate.

Erhards Glück im Unglück

Die Bonner Entscheidungsschlacht um Bundeskanzler Erhard ist ausgefallen. Was immer sich während der Ferienmonate an mißmutiger Kritik aufgestaut haben mochte, letzte Woche war es wie weggeblasen; es entlud sich nicht mit einem Knall, sondern endete in einem erstickten Stöhnen.

De Gaulle vor den Toren Vietnams

Die Erwartungen, daß de Gaulles Besuch den Krieg im nachbarlichen Vietnam in irgendeiner Weise beeinflussen werde, sind hier auf ein Minimum zusammengeschrumpft.

Wenn er dem Rufe folgt

General Steinhoff – kein Nachfolger, sondern ein Wegbereiter für eine neue Art der Führung

ZEITSPIEGEL

Am 5. September beginnt vor einem Pariser Schwurgericht der Ben Barka-Prozeß. Zwölf Personen sind der gemeinsamen Entführung und Ermordung des marokkanischen Oppositionsführers angeklagt.

Löns ist die Heide, die Heide ist ...

Sonntag war’s, und die Heide hatte, so freute sich einer der Heideheimatfunktionäre, „ihr Hochzeitskleid angezogen“: blauer Himmel, weiße Wölkchen, grüne Kiefern, lila Erika.

Rezepte von drüben

Es steht nicht gut um die Wirtschaft der DDR. Strukturprobleme, die wirtschaftliche Isolierung vom Westen und der Handelsvertrag mit Moskau bereiten in Ostberlin ernste Sorgen.

„Nur einen Fehler habe ich begangen“

Jawohl“, bricht es aus ihm. heraus. „Jawohl, einen Fehler habe ich begangen: schön längst Hätte ich den Inspekteur der Luftwaffe in Pension schicken müssen.

Wolfgang Ebert:: Lektion für Igor

Auch ich gehöre zu den Deutschen, die es sich zur vornehmsten Pflicht gemacht haben, mißtrauischen Ausländern, besonders ausdem Ostblock, zu beweisen, daß wir keine Revanchisten sind, und werde bei dieser Beschäftigung nur durch gelegentliche Äußerungen unserer Revanchisten etwas gestört.

Deutschland - ein Wintermärchen?

Seit einigen Tagen blickt die italienische Öffentlichkeit wieder mit wachsender Sorge und altem Mißtrauen nach Norden. Das Bild von einem sich wandelnden Deutschland, das besonders vor zwei Monaten anläßlich des Moro-Besuches in Bonn selbst von Blättern der Linken suggeriert worden war, ist verblaßt.

Sturmlauf gegen Johnson

Vor einem Senatsausschuß, der die Finanzkrise der amerikanischen Großstädte durchleuchtet, sitzt verlegen und hilflos der Bürgermeister von Los Angeles, Samuel Yorty.

Kanonade auf Scharf

Der Graben; der sich nach der Veröffentlichung der Ost-Denkschrift zwischen der evangelischen Kirche und dem Bund der Vertriebenen aufgetan hatte, ist nach den jüngsten Vorfällen in Berlin tiefer, wenn nicht gar unüberbrückbar geworden.

Wilson muß sich wehren

Karge 16 Tage Urlaub sind dem britischen Premierminister Wilson in diesem Krisensommer geblieben. Er hat sie in atlantischer Luft verbracht, die ihm noch immer – auch politisch – gut bekommen ist.

Recht für Ernst Niekisch

Eine unerfreuliche Episode deutscher Vergangenheitsbewältigung fand ihren Abschluß. Ernst Niekisch, einsamer Revolutionär, Rebell gegen die Gewalt – gleich, in welchem ideologischen Gewand sie auftrat – von den Nazis zum Krüppel gefoltert, erhalt nach zwölfjährigem Rechtsstreit von der Bundesrepublik Deutschland eine Rente.

Der Polizeistaat der 200 000

Unerwartet schnell sind die Kontaktgespräche zwischen Großbritannien und Rhodesien abgebrochen worden. Die Hoffnungen auf einen Verhandlungserfolg noch vor Beginn der Commonwealth-Konferenz sind zunichte geworden.

Von ZEIT zu ZEIT

Mit Zustimmung des Bundeskanzlers ernannte Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel die Generale Ulrich de Maiziere zum Generalinspekteur der Bundeswehr und Josef Moll zum Inspekteur des Heeres.

Kristallnacht auf chinesisch

Fünfhunderttausend Chinesen demonstrierten Anfang dieser Woche vor der sowjetischen Botschaft in Peking. Ihre „antirevisionistischen“ Parolen wurden den Angehörigen der Botschaft mit ohrenbetäubendem Lärm eingehämmert: Ein Heer von Lautsprechern verstärkte das Dröhnen der Kesselpauken und Blechkapellen.

Südtirol am Scheideweg

Wird Südtirol ein zweites Zypern? Wenn man den selbstgefälligen Prognosen des Innsbrucker Dozenten und „Südtirol-Kämpfers“ Norbert Burger glauben darf, wird es südlich des Brenner bald so zugehen wie auf Zypern, als General Grivas gegen die Engländer kämpfte.

Bohne wird ausgeliefert

Bohne, der 1963 geflohen war, wird die Mitschuld an der Ermordung von etwa 60 000 Geisteskranken vorgeworfen. Der ehemalige Oberregierungsrat in der Berliner Euthanasie-Zentrale leugnete.

Somalische Stolperfäden für den General

Die Fremdenlegion, seit dem Algerienkrieg zum langweiligen Garnisonsdienst verurteilt, durfte endlich wieder antreten: In Dschibuti, der Hauptstadt von Französisch-Somaliland, mußte sie Präsident de Gaulle vor dem Aufruhr afrikanischer Massen beschützen.

Ein Krieg ohne Grenzen?

Charles de Gaulle beschwor bei seinem Besuch in Kambodscha das Gespenst eines weltweiten Krieges, der von Vietnam seinen Ausgang nehmen könnte.

Liebesbriefe sind unerwünscht

Die „Roten Garden“ Mao Tse-tungs sollen die chinesische Gesellschaft und ihre Lebensgewohnheiten von Grund auf ändern.......

Namen der Woche

Christos Kazani, griechischer „Zeuge Jehovas“, am 8. August wegen wiederholter Wehrdienstverweigerung zum Tode verurteilt, erreichte im Berufungsverfahren eine Umwandlung seiner Strafe in viereinhalb Jahre Gefängnis.

Das war Hans Zehrer

Seltsam, wenn in diesen Wochen die Älteren den Namen Hans Zehrer hören, erinnern sie sich weniger an die Jahre, da sie seine Artikel in der „Welt“ lasen, als an die Zeit um 1930.

Die weißen Söldner

Über die weißen Söldner, die für den kongolesischen Ministerpräsidenten Moishe Tschombe die „Rebellen“ im Nordwesten seines Landes bekämpften, ist in der Presse viel geschrieben worden.

Die Raketen des Oktober

Elie Abel: 13 Tage vor dem Dritten Weltkrieg. Dokumentation und Hintergründe der Krise, die die Welt an den Rand der atomaren Vernichtung führte.

Der Bambusvorhang wird gelüftet

Es wird Zeit, eine China-Bibliographie zu schreiben. Vorzugsweise müßte sie sich heute mit einer Übersicht über Werke befassen, die die Periode von Mao Tse-tungs Leben und Wirken behandeln.

Umgang mit dem Grundgesetz

Die meisten Aufsätze dieses Buches sind den Lesern der „Zeit“ schon aus dieser Wochenzeitung bekannt. Doch ist die Sammlung ergänzt worden durch den Text von Vorträgen, die Eschenburg im Rundfunk oder vor Instituten und Verbänden gehalten hat.

Es gab kein republikanisches Heer

aber auch in den revolutionären Wirren Ende 1918 / Anfang 1919 und mit zunehmender Auflösung des kaiserlichen Heeres links und rechts dieses Bündnisses neue militante politische Gruppen zu formieren, die miteinander bitter verfeindet, aber in der Ablehnung der neuen demokratisch – republikanischen Staatsordnung einig waren: die Sozialrevolutionären Spartakisten und die reaktionär-anarchistischen Freikorps oder – in Anlehnung an einen Ausspruch Walther Rathenaus – Proletarier und Prätorianer.

Eine Sturmflut der Rekorde

Die Entwicklung ist beängstigend: Nach dem jüngsten Beschluß steht der argentinische Fußball in Zukunft unter Staatskontrolle; Trainer berühmter Mannschaften, die in England enttäuscht haben, halten sich wochenlang im Ausland auf, weil sie in ihrer Heimat um Haus und Leben fürchten müssen; General de Gaulle, so heißt es seit langem, habe seinen besten Sportlern befohlen, der Nation nur noch Ruhm und Ehre einzutragen; in Utrecht erzählte man sich bei den Schwimm-Europameisterschaften, auch General Franco verlange jetzt von seinen Talenten in sportlichen Wettkämpfen mehr Erfolge als bisher, jede notwendige Unterstützung dazu selbstverständlich vorausgesetzt.

In den Mühlen der Gerechtigkeit

Die nachfolgende Geschichte ist wahr. Es geht in ihr nicht um Mord oder Totschlag, aber doch um das Schicksal von vier Menschen einer Familie im Westen Berlins.

Vernachlässigte Welt der Arbeit

Zu Beginn der sechziger Jahre erregte in der Bundesrepublik (und darüber hinaus) ein Buch erhebliches Aufsehen, das sich eines in der modernen Literatur unüblichen Themas annimmt.

Kunstkalender

„Vom Impressionismus zum Bauhaus“ (Hamburg, Kunstverein): Mit ihren 85 Gemälden will die Ausstellung über zweierlei informieren, über den Gang der europäischen Malerei von 1850 bis 1930 und über das private Bildersammeln in Deutschland.

Westdeutsche Schriftsteller unerwünscht

Dem Schriftsteller Hans Werner Richter, der seine in der DDR lebenden Familienangehörigen besuchen wollte, ist in der vergangenen Woche die Einreise- und Aufenthaltsgenehmigung von den zuständigen Behörden verweigert worden.

Wolfgang Langhoff

Nach Erich Engel und Erwin Piscator hat das deutsche Theater in diesem Jahr einen dritten großen Regisseur und Darsteller verloren: Wolfgang Langhoff, der von 1948 bis 1963 Intendant des seit Max Reinhardts Tagen ruhmreichen Deutschen Theaters in Berlin (Ost) war, starb am 25.

Fernsehen:: Menschenjagd

Die Woche war traurig, das Programm desolat, man wiederholte munter drauflos und gab statt interessanter Novitäten alte Filme zum Besten, hier La Spiaggia, dort Der Stern von Afrika, hier Der Teufel spielt Balalaika, dort Du stirbst um elf.

Die Verwirrungen der Anita G.

Was macht einer, der in Marburg, Freiburg und Frankfurt Rechtswissenschaft und Geschichte studiert, beide juristischen Staatsexamen abgelegt und den juristischen Doktortitel erworben hat, den aber die Rechtswissenschaft so langweilt, daß er.

Worauf es mir ankam

Frieda Grafe und Enno Patalas haben mit Alexander Kluge ein langes, formloses Gespräch geführt, das im Septemberheft der Zeitschrift „Filmkritik“ veröffentlicht werden wird.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Boris Blacher: „Abstrakte Oper Nr. 1“, „Elektronische Impulse“, „Sonate für Klavier“, „Apréslude“, „What about this, Mr. Clementi?“; Ernst Haefliger (Tenor), Gerty Herzog (Klavier), The University of Illinois Opera Group, Leitung: Ludwig Zirner; Wergo 60 017, 27,– DM.

Der Krieg fand hier nicht statt

Der Barock oder das Barocke als potentielle Interpretation unserer Zeit: in diesem Sinne ist auf dem Gebiet der bildenden Kunst die Ausstellung gemeint, die der Berliner Kunstverein in der Akademie der Künste vorbereitet.

Der historische Jesus

Als kurze Pause in der heftigen Diskussion um die Frage „Muß ein Lehrer Christ sein?“ erscheint ein Rückblick auf Jesus Christus angemessen.

ZEITMOSAIK

Eine stille kleine Sensation findet demnächst auf dem englischen Buchmarkt statt: J. B. Priestleys neuer Roman „Salt is leaving“ wird, unter Umgehung aller ungeschriebenen verlegerischen Gesetze, direkt als Paperback herauskommen.

Der Wettlauf zum Jahr zweitausend

Seit Jahren bin ich dabei, in aller Welt Schulen und Hochschulen, Schüler und Studenten, Lehrer und Erzieher kennenzulernen und Material über Bildungsfragen, Planungen und Reformen zu sammeln.

Unser Seller-Teller August 1966

Stimmt da etwas nicht? Wurde an dem Ding gedreht? Zum drittenmal erscheint das Buch „Kästner für Erwachsene“ auf unserer Liste, zum zweitenmal an erster Stelle: während es auf der doch viel umfangreicheren, nämlich zweimal zehn Titel zählenden Liste des Instituts für Demoskopie Allensbach, die der Spiegel Woche für Woche veröffentlicht, überhaupt noch nicht in Erscheinung trat.

ZU EMPFEHLEN

Mary McCarthy: „Eine katholische Kindheit“ – Erinnerungen (Originaltitel: „Memories of a Catholic Girlhood“), aus dem Amerikanischen von Maria Dessauer; Verlag Droemer Knaur, München; 264 S.

Lohn der Fettsucht

Der Ganzleineneinband, von Wolf Vostell in Graublau, Rot (Rouge) und etwas giftigem Gelb gehalten, lockt vorderseits mit einem geschminkten Mund, der sein Inneres (Zähne!) entblößt, und hinterrücks mit einem einzigen, ebenfalls offenbar weiblichen Auge, dessen Pupille mich anstarrt.

Die Sozialenquete: Abschied von Bismarck

Seit fünf Wochen liegt auf dem Tisch der Sozialpolitiker ein umfangreiches Dokument, über das in den kommenden Monaten noch viel gestritten werden wird.

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