Angebot für Ilse-Aktionäre

Die Vereinigte Industrie-Unternehmen AG, Bonn, ein bundeseigenes Unternehmen, bietet den freien Aktionären der Ilse Bergbau AG, Köln, für eine Ilse-Aktie 2,6 RWE-Stammaktien. Die Kurse der RWE-Aktien und der llse-Aktien haben sich auf diese Offerte bereits ausgerichtet, so daß sich beim Tausch nur noch ein geringer Vorteil ausrechnen läßt. Der Reiz liegt vielmehr in der zu erwartenden höheren Rendite. Während bei Ilse die Gewinnaussichten höchst unsicher sind und die letzten Dividenden nur unter Substanzverzehr gezahlt werden konnten (zuletzt 10 Prozent), können beim RWE 16 Prozent als sicher gelten. Der Ilse Bergbau-Aktionär tauscht also fragliche 10 Prozent gegen sichere etwa 42 Prozent ein. Da schwerlich mit einem günstigeren Umtauschangebot zu rechnen sein wird, sollten die Ilse-Aktionäre die Viag-Offerte akzeptieren.

Gold-Dollar gesucht

Ein neues Spekulationsobjekt ist das amerikanische 10-Dollar-Goldstück, das innerhalb von sechs Wochen eine Wertsteigerung um 14 Prozent erfuhr. Mit 105 Mark erreichte es einen neuen Rekordstand. Die Nachfrage nach dem deutschen 10-Mark-Stück, das im letzten Vierteljahr um 50 Prozent teurer geworden ist, hat merklich nachgelassen.

Neuer Fonds für Versorgungswerke

Die holländische Investment-Gesellschaft Robeco N. V., deren Aktien an den deutschen Börsen amtlich gehandelt werden, hat einen neuen Fonds für internationale Versorgungswerke aufgelegt: Utilico N.V. Die Anlage ist ohne Zweifel reizvoll, denn die Versorgungsindustrie bietet Absatzsicherheit, stetige Dividenden (weil sie ihren Emissionskredit pflegen muß) und ständiges Wachstum.

Kleine Gläubiger voll befriedigt

Forderungen bis zu 10 000 Mark sollen voll befriedigt werden. Das sieht ein Vergleichsvorschlag vor, den der Abwickler des in Schwierigkeiten geratenen Bankhauses Mertins & Co KG in Köln jetzt den Gläubigern unterbreitet hat. Dem einzelnen Sparer wird in den nächsten Tagen ein entsprechendes Schreiben des Vergleichsverwalters zugehen. Die angeschriebenen Sparer können ihre Ansprüche auf den Bundesverband des privaten Bankgewerbes übertragen, der aus dem neu geschaffenen „Feuerwehrfonds“ schon in den ersten Septembertagen Gläubigerforderungen bis zu 10 000 Mark erfüllen will.