60 Milliarden Mark Lastenausgleich

Die Lastenausgleichszahlungen haben im ersten Quartal dieses Jahres die Grenze von 60 Milliarden Mark überschritten. Von den Gesamtleistungen des Bundesausgleichsamtes entfielen genau 20 Prozent auf die Position Wohnungsbau. 30 Prozent der Mittel wurden für Rentenleistungen ausgegeben. Weitere 15 Prozent wurden für Hausrafsentschädigung ausgezahlt.

Energie-Minister

Der Vorschlag, ein Bundes-Energieministerium zu bilden, taucht auffallend oft in Gesprächen mit Vertretern des Ruhrbergbaus auf. Alle anderen Industrieländer – so heißt es – hätten längst die Konsequenzen aus der Erkenntnis gezogen, daß die Energiepolitik nicht mehr mit der linken Hand des Wirtschaftsministers gesteuert werden könne. An der Ruhr wird allerdings auch stets eilig versichert, daß mit diesen Wünschen keine personellen Vorstellungen verbunden seien. Bemerkenswert ist allerdings in diesem Zusammenhang, daß der CSU-Vorsitzende Franz-Josef Strauß kürzlich ein ausführliches Gespräch mit Vertretern des Ruhrbergbaus hatte, in dessen Verlauf Strauß „viel Verständnis für die Schwierigkeiten des Bergbaus“ gezeigt haben soll.

Baufirmen rücken zusammen

Der in diesen Tagen gegründete „Arbeitskreis Mülheimer Baufirmen“, zu dem sich 26 Bauunternehmer zusammengeschlossen haben, ist ein Indiz dafür, daß auch auf dem Baumarkt in Nordrhein-Westfalen schärfer kalkuliert werden muß. Die zusammengeschlossenen Baufirmen wollen nicht nur einen regen Erfahrungsaustausch pflegen, sie streben vor allem eine gemeinsame Nutzung des vorhandenen Maschinenparks an sowie einen gemeinsamen Einkauf. Sie hoffen, daß sie sich dadurch besser gegen die großen Baufirmen durchsetzen können. Das Umsatzvolumen des neuen Arbeitskreises wird auf rund 30 Millionen Mark beziffert. In der Branche heißt es, daß auch an anderen Orten im Ruhrgebiet schon ähnliche Pläne bestehen.

Auch vom zweiten Platz verdrängt

Den zweiten Platz auf der Rangliste der Automobil-Exporteure mußte Großbritannien im ersten Halbjahr 1966 an Frankreich abtreten, nachdem schon vor Jahren die Bundesrepublik den ersten Platz erobert hatte. Vornehmlich durch den Seeleutestreik gingen die englischen Autoausfuhren gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf rund 386 000 Wagen zurück, während Frankreich mit einer Zunahme um 31 Prozent 421 000 Autos exportierte. Auf den sechsten Platz der Liste nach Italien und den USA hat sich Japan mit einer um 25 Prozent gestiegenen Ausfuhr von 125 000 Automobilen geschoben.