Für die Organisation des Verteidigungsministeriums gibt es zwei Entwürfe. Einer stammt vom Bundesverteidigungsminister, er stützt sich auf die inzwischen im Ministerium eingeführte Gliederung und Kompetenzverteilung. Der Gegenentwurf des Sozialdemokraten Helmut Schmidt ist ein Denkmodell. Wesentliche Unterscheidungen sind: Hassel wünscht als seinen Stellvertreter den beamteten Staatssekretär, dem die militärischen und zivilen Hauptabteilungen sowie die Abteilungen für Personal und Haushalt unterstehen. Helmut Schmidt dagegen fordert einen Staatsminister als Stellvertreter. Unterhalb der politischen Führung sind vier gleichwertige Hauptabteilungsleiter vorgesehen, einer von ihnen wäre der Generalinspekteur. Ein beamteter Staatssekretär als Vorgesetzter aller nichtmilitärischen Abteilungen ist nicht geplant. Die zivilen Hauptabteilungsleiter könnten Staatssekretäre oder Unterstaatssekretäre sein. Für die Planungsabteilung wünscht Schmidt einen im strategischen Denken geschulten Außenseiter, für die Rüstung einen Wirtschaftler. Im Ministerium sind die militärischen Führungsstäbe wie in der Verwaltung aufgebaut. Schmidt tritt für ihren Aufbau als echte militärische Führungsstäbe ein.