Fritz Zimmermann, CSU-MdB und Schatzmeister seiner Partei, wird aus den eigenen Reihen unter Beschuß genommen. Die „Passauer Neue Presse“ des glücklosen „Fibag“-Aktionärs Kapfinger verübelt ihm – dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses –, mit Bundeswehrbauten Geschäfte gemacht zu haben.

Zimmermann ist Teilhaber und Aufsichtsratsvorsitzender der „Bayerischen Union Wohnungstreubau- und Bauberatungs-GmbH“. Diese Gesellschaft hat Grundstücke in Garnisonsstädten aufgekauft, bebaut und dann an Bundeswehrangehörige vermietet. Nachdem sie jahrelang gute Geschäfte gemacht hat, muß sie nun das Vergleichsverfahren anmelden.

Das Blatt unterstellt, Zimmermanns Gesellschaft habe kraft seiner Beziehungen stets früher als andere über Garnisonsplanungen Bescheid gewußt, sich rechtzeitig mit billigen Grundstücken eingedeckt und diese dann der Bundeswehr für teures Geld angeboten. Ihre Schwierigkeiten hätten begonnen, als ein neuer Verteidigungsminister verschiedene Projekte umgeplant habe und die Gesellschaft auf den gehorteten Grundstücken sitzenblieb.

Das sind kühne Behauptungen. Bisher steht lediglich fest, daß die Gesellschaft durch eine Umplanung des Ministeriums an ihrem Projekt Marktredwitz etwa siebenhunderttausend Mark verloren hat.

Moral der Geschichte: Zimmermann hätte besser daran getan, seinen Aufsichtsratsposten niederzulegen, als er Vorsitzender des Verteidigungsausschusses wurde. Th. v. U.