Das ist ein großer Schritt vorwärts und die erste freudige Kunde seit langem. Endlich ist es soweit: Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Bonn und Bukarest steht unmittelbar bevor.

Jahrelang endete für uns die Welt am Eisernen Vorhang. Alles was an politischer Phantasie aufgewendet wurde, galt dem Westen: der Aussöhnung mit Frankreich, der wirtschaftlichen Verflechtung in der EWG, der Integration in der NATO. Was im Osten geschah, ging uns nichts an. Das wird jetzt anders werden.

Der Botschafteraustausch mit Bukarest ist nur ein Anfang. Ist es zu optimistisch, wenn man hofft, daß im kommenden Jahrzehnt die Osteuropäer – ungeachtet der verschiedenen Gesellschaftssysteme – wieder mit Europa zusammenwachsen werden, daß sie sich uns gegenüber ebenso sicher fühlen wie unsere westlichen Nachbarn – mit einem Wort, daß die Furcht vor Revisionismus und Aggression ebenso absurd wird, wie sie es innerhalb der westlichen Gemeinschaft während der letzten Jahrzehnte schon geworden ist? Auch das war ja nicht selbstverständlich. Dff