Der Tod seines Freundes Verwoerd war für den rhodesischen Ministerpräsidenten Ian Smith doppelt spürbar: Das Attentat von Kapstadt verhärtete die Haltung seiner afro-asiatischen Gegner auf der Londoner Commonwealth-Konferenz. Premierminister Wilson wollte gerade die Vertreter der Commonwealth-Staaten zu einem Rhodesien-Kompromiß überreden, damit er sich weiterhin vorsichtig und Schritt für Schritt an die Lösung des Rhodesien-Problems herantasten könne. Nun aber verlangten die Afrikaner und Asiaten, es müsse sofort gehandelt werden, damit Verwoerds Nachfolger keine Zeit finde, sich noch enger mit dem Nachbarstaat Rhodesien zu liieren.

Außenminister Kapwepwe von Sambia kündigte an, er wolle zur Gewaltanwendung gegen Rhodesien raten, damit endlich die dort lebenden vier Millionen Afrikaner eine Mehrheitsregierung bilden können. Vor ihm hatten schon Ministerpräsident Sir Albert Margai von Sierra Leone und Vizepremier Solomon von Trinidad zum Krieg gegen die weißen Rebellen aufgerufen. Wem, Großbritannien keine Truppen einsetzen wolle, müßten das Commonwealth oder die Vereinten Nationen eine Streitmacht entsenden. Wilson ist allenfalls bereit, ein ölembargo der UN gegen Rhodesien zu akzeptieren, doch soll es so gehandhabt am Leben halten konnte.