In ihrem Geschäftsbericht für 1965 kündigt die Industriekreditbank AG, Düsseldorf, an, daß die Möglichkeiten der Kreditvergabe weiter beschnitten werden. 1965 wurden von der Bank neue langfristige Kredite von 403 Millionen Mark bewilligt, das sind 9,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.. In dieser Entwicklung spiegeln sich die Verschlechterung der Kapitalmarktlage und die Einschränkung der Finanzierungsmöglichkeiten für gewerbliche Investitionen wider. Das langfristige Kreditengagement der Bank beläuft sich auf mehr als 2 Milliarden Mark. Zur Kurspflege ihrer Obligationen hat das Institut 1965 für rund 16,6 Millionen Mark eigene Papiere aufnehmen müssen. Wie in den Vorjahren schüttet die Bank auf ihre Aktien der Gruppe A 10 Prozent Dividende aus.

Da bei der Bayerischen Wasserkraftwerke AG, München, die Wasserzuführung im Geschäftsjahr 1965 erheblich über dem Durchschnitt lag, konnte der Stromabsatz um fast 25 Prozent auf 615 Millionen kWh gesteigert werden. Im Zuge des weiteren Ausbaus des Lech ist als nächstes Bauvorhaben die Errichtung der Stufe 2. bei Prem vorgesehen. Der Baubeginn ist noch offen, weil die Finanzierung infolge der angespannten Kapitalmarktlage ungeklärt ist. Für 1965 wurde auf das Aktienkapital von 30 Millionen Mark eine Dividende von 7 Prozent ausgeschüttet. An der Bawag sind je zu einem Drittel das RWE, der Freistaat Bayern und die VIAG (bundeseigen) beteiligt.