Ostafrika besteht aus den Staaten Kenia, Tansania, Uganda. Es ist siebenmal so groß wie die Bundesrepublik. Berge, fruchtbares Hochland, Steppen, unbewohnte Erde, tropische Küsten. Große Tiere. Ein Land noch im Schöpfungsstadium. Es ist ein kosmopolitisches Land. Hier leben 200 afrikanische Stämme, Europäer, Amerikaner, Inder, Pakistani und Araber.

Ostafrika – darunter verstanden wir, lang ist’s her, einmal Deutsch-Ostafrika, das ehemalige Tanganjika und Ruanda – Urundi.

Ostafrika war unter den Engländern die Vereinigung der Kronkolonie Kenia, des Mandatsgebietes Tanganjika und des Protektorats Uganda.

Heute ist Ostafrika eine lose Föderation mit Post und Zolleinheit, auch gemeinsamer Eisenbahn. Der Bund bröckelt. Die Währungseinheit ist soeben auseinandergebrochen. Zwar gilt noch in allen drei Ländern der ostafrikanische Schilling, aber in diesen Tagen sind die ersten Scheine des neuen eigenen Geldes in den einzelnen Staaten im Umlauf.

Kenia hat 9 Millionen Einwohner, 15,6 auf den Quadratkilometer, davon 50 000 meist britische Europäer, und 200 000 Asiaten, meist Inder und 40 000 Araber. Hauptstadt Nairobi.

Tansania ist dreimal so groß wie Italien und hat fast 10 Millionen Einwohner, davon etwa 315 000 auf Sansibar. 10,2 Einwohner auf den Quadratkilometer in Tanganjika, 118 in Sansibar. Hauptstadt Daressalam.

Uganda hat 7 Millionen Einwohner. 29,6 pro Quadratkilometer. Hauptstadt Kampala. Auch in Tansania und Uganda ist der weiße und asiatische Bevölkerungsteil nach Prozenten gering, aber trotz aller Afrikanisierungsbestrebungen ist die Wirtschaft zu großen Teilen in ihren Händen.