Dionisio Ridruejo, Dichter der spanischen Falange-Hymne Cara al Sol, seit einigen Jahren scharfer Kritiker des Franco-Regimes, ging für einen Monat ins Gefängnis, nachdem er sich geweigert hatte, wegen Teilnahme an einer illegalen Versammlung in der Universität Madrid eine Geldstrafe von 1500 Mark zu zahlen.

Jusuf Muda Dalam, ehemals Sukarnos Bankminister, wurde wegen Verschwörung, Veruntreuung und Waffenschmuggels zum Tode verurteilt. Sein Kollege, der ehemalige indonesische Außenminister Subandrio, wird sich am 1. Oktober vor einem Militärgericht zu verantworten haben.

Ulrich de Maizière, der neue Generalinspekteur der Bundeswehr, wurde in seiner Godesberger Wohnung von einem unverdächtig aussehenden „DDR-Flüchtling“ aufgesucht, der ihm „schöne Grüße“ von seinem in Ostberlin lebenden Bruder Clemens de Maizière ausrichtete. Der General drückte dem Boten erfreut 50 Mark in die Hand, bemerkte aber zu spät, daß er einem Betrüger aufgesessen war.

M. Plessner, Chef der Abteilung Islamkunde an der Hebräischen Universität in Jerusalem, protestierte in einem Leserbrief an die Neue Zürcher Zeitung gegen die Hinrichtung des ägyptischen Gelehrten und Schriftstellers Sayed Kotb, der wegen angeblicher Teilnahme an einem Komplott der Muslimbrüder gegen Nasser zum Tode verurteilt wurde. Zweifellos habe das geistige Oberhaupt der Bewegung vernichtet werden sollen.

Tschu En-lai, chinesischer Ministerpräsident, wurde in einer Meldung der Pekinger Agentur Hsin Hua nicht mehr, wie sonst üblich, als einer der fünf stellvertretenden Parteivorsitzenden erwähnt. Er ist jedoch noch Mitglied des Ständigen Politbüro-Ausschusses.