Amerikanische Meeresforscher entdeckten auf dem Grund des Atlantischen Ozeans reiche Bodenschätze: Mit Hilfe einer Tiefseekamera erspähten sie 6000 Meter unter dem Meeresspiegel ein bedeutendes Manganvorkommen. Es könnte ausreichen, so vermuten die Entdecker, den Weltbedarf an Mangan für die nächsten 100 Jahre zu befriedigen.

Die ersten Ablagerungen von Manganoxyd auf dem Boden der Tiefsee fanden englische Wissenschaftler schon vor fast 100 Jahren, als sie mit dem Forschungsschiff „Challenger“ die Ozeane durchstreiften. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellten amerikanische und sowjetische Ozeanographen fest, daß Manganknollen, die auch Eisen, Kupfer, Nickel, Kobalt und andere wertvolle Elemente enthalten, weite Teile des Meeresgrundes bedecken. Die Knollen haben einen mittleren Durchmesser von drei Zentimetern. Im Pazifischen Ozean, errechnete der Amerikaner Dr. John Mero, kommen durchschnittlich elf Kilogramm Manganknollen auf den Quadratmeter Tiefseeboden.

Dieser Wert wird bei dem Manganvorkommen, das Wissenschaftler auf dem US-Forschungsschiff „John Elliot Pillsbury“ jetzt im Atlantik entdeckten, weit übertroffen. R. J. Hurley vom Institute of Marine Science an der Universität Miami schätzt, daß hier auf jedem Quadratmeter Meeresboden 70 Kilo Manganknollen liegen, -sch