FÜR alle, die wissen möchten, wie Dresden nicht nur vor der Zerstörung im Februar 1945, sondern auch wie die alte, bereits von Friedrich II. zu einem wesentlichen Teil in Trümmer geschossene Stadt ausgesehen hat – Fritz Löffler: „Das alte Dresden – Geschichte seiner Bauten“; Verlag Weidlich, Frankfurt; 426 S., 49,50 DM.

ES ENTHÄLT einen mit zahlreichen guten Bilddokumenten, einem ausführlichen Sach- und Namensregister und einer kurzen Chronik mit den wichtigsten Daten versehenen Überblick über die Entwicklung der Baugeschichte der Stadt, wobei der Autor dem Barock, der wichtigsten Periode für Dresden, berechtigterweise den größten Raum widmet.

ES GEFÄLLT besonders, weil es nicht wieder, wie andere Dresden-Betrachtungen, eine mit Ressentiments geladene Bildersammlung aus alter Herrlichkeit neben Kriegsruinen bietet, sondern eine mit großer Sorgfalt und Liebe unternommene kunstwissenschaftliche Darstellung, die man nicht nur einmal, den ehemaligen Schönheiten nachseufzend, durchblättert. Es gefällt, weil es der zu allen Zeiten ihrer Geschichte vielgerühmten Stadt wirklich einmal die ihr gebührende sachliche Aufmerksamkeit widmet und es nicht bei einer Reverenz bewenden läßt. K.H.Z.