Die Namenbörse bei den westdeutschen Standesämtern ist in Bewegung geraten. Den neuesten Statistiken zufolge werden alte deutsche Werte kaum noch gehandelt: Berta, Brunhilde und Sieglinde oder Friedrich, Paul und Siegfried sind nicht gefragt. Unter den Namen, zu denen sich Eltern von berühmten Leuten haben inspirieren lassen, sind Uwes und Jacquelines nach wie vor zu finden. Stärker ist die Tendenz zu ausländischen Vornamen. Quelle dieser Neigung: die Urlaubsreisen in fremde Länder. Aufgefallen sind den Standesbeamten Oliver, weil er zur Zeit Außerordentlich gern gewählt wird, und Chirin (persisch: die Süße), weil auch exotische Reize eine Rolle zu spielen beginnen. Christlich traditionell sind vor allem süddeutsche Eltern geblieben. Sie bevorzugen nach wie vor Andreas, Markus und Thomas oder Susanne und Sabine.