Geheime Kommandosache. Hinter den Kulissen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Das Beste, Stuttgart, Zürich, Wien. 2 Bände, 704 Seiten, 28,80 DM.

59 Geschichten und Geschichtchen – der Verlag apostrophiert sie euphemistisch als „Farbflecken“ in einem „apokalyptischen Geschehen“ – vermitteln dem Leser ein völlig neues Kriegsgefühl: Hinter dem todverheißenden Bühnenbild klopfen derbe Burschen mit dem Abenteuererhammer ihr Selbstgefühl zurecht. Bemerkenswerte Figuren unter den ehemals alliierten Kulissenschiebern: der mit politischen Geheimnissen seit Jahrzehnten vertraute FBI-Chef J. Edgar Hoover und der umstrittene Historiker W. S. Shirer. Cornelius Ryans Darstellung („Der längste Tag“) tut auch die eigens angefertigte Kompreßausgabe keinen Abbruch. Sogar je zwei Deutsche und Japaner durften bei der alliierten Reprise mitwirken. Bis auf einen Polen senkte sich vor die Beiträger aus dem Osten der Eiserne Vorhang. Da capo schreien hieße hier: – et altera pars audiatur.

Etwas für den Bürger, der vom Kriegsgeschrei in fernen Zeiten träumt. pehale.