Der zurückgetretene Kanzleramtsminister Ludger Westrick wurde vom Bundeskanzler zur Teilnahme am Flug nach Washington eingeladen. Ludwig Erhard verzichtete vor seiner Amerika-Reise auf eine Kabinettsumbildung. Wegen Meinungsverschiedenheiten mit seinem CDU-Minister Richard Langeheine bat der SPD-Staatssekretär Konrad Müller im niedersächsischen Kultusministerium um seine Versetzung in den Wartestand.

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Das vor der Doggerbank gesunkene U-Boot „Hai“ konnte nach Tagen des Suchens gehoben werden. In Barrow-in-Furness lief das erste britische Polaris-U-Boot vom Stapel. Der ehemals kaiserlich-deutsche Schlachtkreuzer „Goeben“ wurde im „Wall Street Journal“ vom türkischen Finanzministerium abermals, zum Verkauf angeboten.

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Innerhalb von drei Tagen verlor die deutsche Luftwaffe in den Vereinigten Staaten den 62. und 63. Starfighter. Der neue Luftwaffen-Inspekteur Johannes Steinhoff gab Tief- und Nachtflüge für Starfighter wieder frei. Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel schickte vierzehn ältere Generale und Admirale in Pension. Dreihundert prominente US-Bürger erklärten in einem Appell an Lyndon Johnson einen Atomsperrvertrag für wichtiger als die atomare Mitverantwortung der Bundesrepublik.

Frankreich zog sich auch aus dem Militärausschuß der NATO zurück. Truppen aus der DDR beteiligten sich in der CSSR an den größten Nachkriegs-Manövern der Staaten des Warschauer Paktes.

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