Ein deutscher Historiker mußte 1933 den Nazis weichen. Er floh nach Südamerika und war gezwungen, sich als einfacher Landarbeiter für einen Monatslohn von 50 Mark zu verdingen, da die südamerikanischen Universitäten an seinem Spezialgebiet nicht interessiert waren. Dieser Mann und mit ihm alle vom NS-Regime verfolgten Wissenschaftler können seit dem 9. September 1965 Entschädigung verlangen. Die Frist zur Anmeldung ihrer Ansprüche läuft am 30. September dieses Jahres ab. Eine Begründung des Anspruchs kann bis zum 31. März 1967 nachgeholt werden. Vorausbedingung ist, daß der Wissenschaftler durch die Nazis sein Lehramt verloren hat oder an der Habilitation verhindert worden ist. N. B.