Wertloses Wandelrecht

Es wäre falsch, zum 2. Januar 1967 rückzahlbare Stücke der 5 1/4prozentigen Mannesmann-Anleihe in Aktien der Mannesmann AG, Düsseldorf, zu tausehen. Bei der Wandlung zu diesem Termin beträgt die Zuzahlung nämlich 90 Prozent, so daß sich der Einstandspreis für die Mannesmann-Aktien unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Kurses der Wandelanleihen von 92 1/4 Prozent auf 182 1/4 Prozent stellen würde, während die Mannesmann-Aktie an der Börse zu 118 Prozent erhältlich ist. Ob es sich lohnt, die Wandelanleihen zu verkaufen, um mit dem Erlös Mannesmann-Aktien zu erwerben, ist eine Frage der Rendite. Bei 92 1/4 Prozent macht sie bei der Wandelanleihe etwa 5,8 Prozent aus. Wie hoch sie bei den Aktien sein wird, hängt von der Dividende für 1966 ab. Wird sie – was gelegentlich vermutet wird – von 10 auf 6 Prozent zurückgenommen, dann beträgt die Rendite der Mannesmann-Aktie nur noch 5,1 Prozent. Wird aber weniger drastisch reduziert, beispielsweise auf 8 Prozent, würde sie schon über 6,7 Prozent betragen.

Schnell entschließen

Um noch möglichst lange in den Genuß der jetzt geltenden Sparförderungen zu gelangen, empfiehlt sich folgendes Verfahren: Für 1966 der Abschluß eines „Allgemeinen Sparvertrages“ oder eines „Werfpapiersparvertrages“ sowie für die kommenden 5 Jahre einen Ratensparvertrag, auf den die erste Rate sofort eingezahlt werden muß. Dabei sind die Einzahlungen auf die beiden Vertragsarten so zu differenzieren, daß die Summe des „Allgemeinen Sparvertrages“ und die bis zum Jahresende auf den Ratensparvertrag zu machenden Einzahlungen zusammen den prämienbegünstigten Höchstbetrag für 1966 erreichen. Ein schneller Entschluß ist deshalb notwendig, weil eine Verschlechterung der staatlichen Sparförderung vor der Tür steht, aber in bereits bestehende Verträge nicht eingegriffen werden soll. Bisher haben es Banken und Sparkassen aus „Loyalität“ gegenüber der Bundesregierung vermieden, ihre Kundschaft über diese wichtigen Dinge aufzuklären.

Nachfrage nach Schuldscheindarlehen

Die Bundesbahn und die Bundespost sind ständig mit Schuldscheindarlehen im Markt. Beide bieten sogenannte Kurzläufer an: Laufzeit 4 Jahre, Nominalzins 7 1/2 Prozent, Auszahlungskurs 98 7/8 Prozent; Laufzeit 5 Jahre, Nominalzins 7 1/2 Prozent, Auszahlung 97 Prozent oder Laufzeit 6 Jahre, Nominalzins 7 1/2 Prozent, Auszahlung 96 1/8 Prozent.

Türkisches Falschgeld