Von Ben Witter

Das Grunzen der achtundzechzig Schweine erstickte fast in dem dichten Dithmarscher Weidegras. Am Bahndamm gegenüber bildeten neunzehn Kühe einen Halbkreis und fünf standen daneben, wie im Stall.

Selke hatte mich mitgenommen. Hansen, dem der Hof gehörte, erweiterte seine Schweinezucht, Selke wollte von ihm kaufen, was er kriegen konnte; aber kein Schwein durfte viel mehr wiegen als zweihundert Pfund.

Hansen führte uns in den Stall, wo mindestens zweihundert Schweine richtig grunzten. Ich sagte, daß ich solch einen Stall zuletzt in einem Film gesehen hätte, nur großer. Adolf Hansen trug Reithosen und eine graue Skimütze. Er sagte, daß er die Zucht erweitern würde; und Selke sagte, ich wäre nicht vom Fach. Er war schon lange in seinem Fach; seine Hände waren rötlich, mit hellen kurzen Haaren auf dem Rücken.

Schließlich wurden sie mit einem Handschlag handelseinig. Ich sagte, wenn man so an die alten Schweineställe dächte und an das Abfallfutter und die Ratten... Hansen schritt voran ins Haus. Es war reetgedeckt, und die Tür hatte einen Messinggriff aus dem 18. Jahrhundert. Im Haus war fast alles aus dem 18. Jahrhundert. Der Kühlschrank, der Heißwasserboiler und die Waschmaschine befanden sich in einem hellblau gestrichenen Nebenzimmer, „Unter dem Fußboden sind noch Mäuse“, sagte Hansen, „aber seitdem ich das Haus renovieren ließ, sind die Ratten weg.“ Ich fragte, was die Möbel, Krüge, Teller und Tassen wert sein könnten. Hansen hatte sie von einem Sachverständigen schätzen lassen; die Expertise, auf der auch die Preise angegeben waren, verwahrte er im Safe der Kreissparkasse.

Wir tranken Kaffee mit Sahne, Zucker und Rum. Hansen stellte sich auf den Standpunkt, daß seine Schweine um diese Jahreszeit abwechselnd auf die Weide müßten. Ich sagte: „Das sind Weiden!“ Und Selke sagte: „Hier oben bekommt man ein Schwein in einem halben Jahr auf zweihundert Pfund, im Süden dauert es oft doppelt so lange.“

Selke lieferte die Schweine an einen Agenten in der Stadt, der Detlevsen hieß.