Peter Reuter mit Jean Marais in der Garderobe; Peter Reuter mit Marlene Dietrich im Gespräch; Peter Reuter mit Juliette Greco auf einem Rheindampfer; Peter Reuter mit André Maurois und Josephine Baker; mit Hildegard Knef und Willy Brandt; Reuter mit... Diese Photographien im Katalog lassen zweierlei Geschick erkennen: erstens immer zur rechten Zeit jemanden mit der Kamera in der Nähe gehabt zu haben, zweitens ein Götter-, oder sagen wir genauer: ein Prominentenliebling geworden zu sein. Diese große Begabung bekräftigt Reuter in einem detaillierten Lebenslauf, dem – als Ergänzung der bildlichen Darstellungen – Dokumentarisches anhaftet:

1958: „Begegnung mit Ives Klein, Jean Tinguely, Georges Matthieu ...“

1959: „Bekanntschaft mit Victor Gsovsky, Marcel Marceau und Jean Marais ...“

1960: „Gespräche mit dem Schauspieler O. E. Hasse ...“

1961: „... durch die Schauspielerin Hildegard Knef (in deren Haus er wohnt) nach Berlin, Begegnung mit Henry Miller ...“

Einen Hinweis auf die Intensität dieser Tätigkeiten gibt das Vita-Register mit der folgenden Eintragung: „(Reuter) ... trifft Igor Strawinsky auf der Bühnentreppe des „Theater des Westens‘ ...“

Es wäre unhöflich, da zu vergessen, daß zu den Protektoren insonderheit die Prinzessin Ira zu Fürstenberg zählt: Auf der Einladungskarte stand inenglischer Schreibschrift: „Prinzessin Ira zu Fürstenberg gibt sich die Ehre zu der Vernissage der Ausstellung Peter Reuter Porträts einzuladen.“ (Reuter malt und zeichnet, vor allem Porträts, vor allem Porträts von Prominenten.)