Gewinnrückgang bei Philips

Bei N. V. Philips Gloeillampenfabrieken, Eindhoven, ist zwar der Gewinn im 1. Halbjahr 1966 von 173 auf 157 Millionen Gulden zurückgegangen (bei einer Umsatzsteigerung um 11 Prozent), doch ist das nicht ausschließlich die Folge gedrückter Verkaufspreise und steigender Kosten. Hier schlägt sich auch der steigende Aufwand für Forschung und Entwicklung, insbesondere auf dem Gebiet der Rechenautomaten und des Farbfernsehens, nieder. Es handelt sich um Mehraufwendungen zur Sicherung des künftigen Geschäfts, die auch beim Haus Siemens zu beobachten sind. Der kräftige Kursrückgang der Philips-Aktie ist erst in zweiter Linie auf die nicht völlig befriedigende Gewinnentwicklung zurückzuführen. Hauptsächlich hatte ihr Kurs unter den massiven Abgaben aus amerikanischen Portefeuilles zu leiden, die ihr Ende noch nicht gefunden haben.

Immobilienfonds in Berlin

Die Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues (DeGeWo), Berlin, legte jetzt ihren zweiten Immobilienfonds mit einem Zertifikatskapital von 2,613 Millionen Mark auf, der den Bau von 192 Wohnungen in Berlin finanzieren soll. Die Zertifikate werden zum Nominalbetrag (mindestens 500 Mark) zuzüglich 3 Prozent Emissionskosfen ausgegeben. Der Fonds ist mit einer Verzinsung von 6 Prozent jährlich kalkuliert, dazu kommen etwaige Bewirtschaftungsüberschüsse. Die Ersterwerber können die Steuervorteile nach § 53 Abs. 3 EStG in Anspruch nehmen. Die DeGeWo ist ein städtisches Wohnungsbauunternehmen. Sie ist Treuhänderin des Fonds, als Treuhänderbank fungiert die Berliner Bank AG. Dem Ersterwerber von Zertifikaten mit einem Nominalbetrag von mindestens 10 000 Mark kann ein Erstmiefrecht an einer Wohnung des Fonds für sich selbst oder zugunsten eines Familienangehörigen eingeräumt werden, vorausgesetzt, daß er im öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau wohnberechtigt ist.

Siebenprozentige Neuseeland-Anleihe

Von deutschen Banken wird gegenwärtig eine neue Neuseeland-Anleihe angeboten. Der Zinssatz beträgt 7 Prozent, der Ausgabekurs 98 Prozent. Er ist damit um 2 Prozent niedriger als bei der Auslands-Siemens-Anleihe. Die Neuseeland-Emission hat eine Laufzeit von 10 Jahren und ist am 15. September 1976 zur Rückzahlung fällig. Ihre Zinsen unterliegen nicht der deutschen Kuponsteuer. Der Emissionsbetrag geht über 10 Millionen US-Dollar. Für deutsche Sparer ist die Neuseeland-Anleihe deshalb nicht sonderlich interessant, weil bei deutschen Renten gegenwärtig noch höhere Renditen erzielbar sind.