Peking kauft Gold

Nicht viel Vertrauen in die Zukunft des Pfundes setzt China. Peking ist dazu übergegangen, britische Devisen, die aus den Handelsbeziehungen zu der Kronkolonie Hongkong stammen, so schnell wie möglich in Gold umzuwechseln. In den letzten Monaten hat China im Westen Gold für rund 20 Millionen Pfund gekauft. Die meisten Käufe wurden über Zürich abgewickelt, das zum bevorzugten Platz für Finanztransaktionen kommunistischer Länder zu werden scheint. Die Sowjets hatten dort Anfang Oktober eine eigene Bank eröffnet.

Europa bleibt zurück

Während die westeuropäischen Länder mit einem durchschnittlichen Wachstum ihrer Wirtschaft um 3,5 Prozent 1965 einen Tiefpunkt in der Nachkriegszeit erleben und in Japan fast ein Stillstand eintrat, wuchs das amerikanische Sozialprodukt um 6 Prozent. Das ist eine völlige Umkehrung der Entwicklung der vergangenen Jahre. Die Gründe hierfür liegen einerseits in den Stabilisierungsbemühungen einiger Industriestaaten Westeuropas, vor allem also Englands, Frankreichs und der Bundesrepublik, andererseits in dem durch den Vietnamkrieg aus gelösten Boom der amerikanischen Wirtschaft.

Erfolg auf der Straße

Liegt die Zukunft der Bundesbahn auf der Straße? Im ersten Halbjahr beförderte die Bundesbahn mehr Personen auf der Straße und mehr Autos auf der Schiene als im Vorjahr. Fast alle Betriebszweige wiesen in den ersten sechs Monaten ein Minus in den Beförderungsleistungen aus, nur der Bahnbusverkehr (mit rund 13 Prozent), „Auto im Reisezug“ (27,5 Prozent) und der Güterkraftverkehr (rd. 8 Prozent) wiesen nennenswerte Steigerungsraten aus.

Frankreich bald schuldenfrei