"Erfolgreiche Versuche mit einer neuen, aus drei Schichten bestehenden künstlichen Haut zur Behandlung größerer Brandwunden haben Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg unternommen. Bei der künstlichen Haut handelt es sich um eine Kollagenfolie aus besonders präparierter Haut von Kälbern und jungen Schweinen. In Tierversuchen riefen die Forscher die bei schweren Verbrennungen auftretenden Erscheinungen hervor. Dann deckten sie die Wunden mit den Dreischicht-Folien ab. Die künstliche Haut blieb bis zu vierzig Tagen auf den Wundbetten. Nach Abnehmen der Folien waren die Wunden jeweils verheilt. Neues Hautgewebe hatte sich an ihrer Stelle gebildet. In vorangegangenen Experimenten hatten die Mediziner Folien mit einfacher und doppelter Schicht benutzt. Dabei zeigte sich, daß die künstliche Haut keinen ausreichenden Kontakt mit den Wunden gewann und zu rasch abgestoßen wurde. Auch traten unerwünschte Nebenerscheinungen auf, die mit der aus drei Schichten bestehenden Folie vermeidbar sind. – dd