Franz Florian Winter, Landesvorsitzender der Nationaldemokratischen Partei in Bayern, hat sich drei Wochen vor der Landtagswahl mit dem Bundesvorstand überworfen, weil seiner Ansicht nach die ewig Gestrigen zuviel Einfluß haben.

Pietro Nenni, stellvertretender italienischer Ministerpräsident, wurde Präsident der "Neuen Vereinigten Italienischen Sozialistischen und Italienischen Sozialdemokratischen Partei". Seit 29 Jahren waren die Sozialisten in Italien gespalten. Nenni hatte bis zum ungarischen Volksaufstand vor zehn Jahren immer mit den Kommunisten paktiert.

Juan Bosch, ehemals Präsident der Dominikanischen Republik, hat die Leitung der oppositionellen Revolutionspartei niedergelegt. Er will zwei Monate lang einen Urlaub in Europa verbringen.

Alfred Martin, Oberst der Bundeswehr und Mitbeschuldigter in der "Spiegel-Affäre", wird nicht mehr länger verfolgt. Der Bundesgerichtshof stellte das Strafverfahren ein, um nicht die Sicherheit der Bundesrepublik zu gefährden.

Mulla Mustafa al-Barzani, der berühmte Kurdengeneral, traf sich im nördlichen Irak mit Staatspräsident Arif zu einem Friedensgespräch.

U Nu, ehemaliger Ministerpräsident von Birma und Leiter der Unionspartei, wurde nach vier Jahren aus der Haft entlassen. General Ne Win, der 1962 die Macht an sich gerissen hatte, verkündete ihm persönlich die Freiheit.

Otto von Habsburg, Sohn des letzten österreichischen Kaisers, durfte am Montag zum erstenmal seit 1945 offiziell nach Österreich einreisen. Er besuchte das Denkmal seines Großonkels und den Dom in Innsbruck. Außer papiernen Protesten der Sozialisten gab es keine Zwischenfälle.