Kleine Preise – großer Ärger

Billige Reisen sind von Übel! Diese Ansicht vertreten, nicht nur verdrossene Heimkehrer. Auch große Touristik-Unternehmen haben sich zu dieser Frage gleichlautend geäußert. Betont der Deutsche Reisebüro-Verband: "Mit ‚Billigst-Reisen‘ oder ‚Kleinstpreisen‘ ist niemandem gedient. Der Urlauber wird in seinen Erwartungen getäuscht, und für den Unternehmer steckt im Mini-Preis keine Gewinnchance!" Ähnlicher Meinung ist auch Scharnow-Hauptgeschäftsführer Seiffert. "Solche Reisen", sagt er, "sind wie die 98-Pfennig-Handtücher in den Kaufhäusern. An beiden ist nichts zu verdienen!" Daß die einsichtigen Reiseveranstalter die Sommersaison trotzdem mit erklecklichem Gewinn überstanden haben, verdanken sie ausschließlich den vorsichtigen Urlaubern: Nur vier Prozent wagten es, eine "Billigst-Reise" zu buchen.

Beruf: Unterwasser-Begleiter

St. Cosmas an der attischen Riviera entwickelt sich zu einem Zentrum für Unterwassersport und Meeresforschung. Neben dem Badestrand werden Schulen für Sporttaucher, für Tauchsportlehrer, ein Meeresmuseum und ein Tauch-Lehrbecken gebaut. Der Unterricht soll kostenlos sein, wobei die Tauchsportlehrerschule international anerkannte Diplome verleihen und gleichzeitig neue Berufe fördern wird: den eines Tauchsportlehrers und den eines Unterwasserbegleiters.

Politik und Tourismus

Der französische Reiseverkehr hat in der letzten Saison um zwölf Prozent zugenommen. Auffallend ist die geringe Zahl von Besuchern aus USA und England. Die Politik de Gaulles wird als Ursache für die Zurückhaltung genannt. Pierre Dumas, französischer Staatssekretär für Tourismus, versuchte gegenüber der Presse in Paris diese Gerüchte zu widerlegen. Seiner Ansicht nach trifft die Regierung keine Schuld. Er sieht in dem Piloten- und Seeleutestreik, den britischen Ausgabenrestriktionen und dem verregneten Sommer die Gründe für die mißliche Entwicklung. Zweifellos haben auch sie dem Reiseverkehr geschadet. Doch war der Fährverkehr von England zum Kontinent durch die Streiks ebensowenig betroffen wie die internationalen Flugverbindungen mit den USA. Die Ausgabenrestriktionen in England werden sich erst in diesem Winter voll auswirken, wobei Frankreich als eines der nächstgelegenen Länder wahrscheinlich kaum getroffen wird. Bleibt das Wetter. Aber offensichtlich war der französische Sommer Amerikanern und Briten auch politisch zu trübe, während belgische und italienische Touristen das Wetter nicht schreckte.

USA ohne Visum