"Die Besitzer sollen ihre Urlaubsansprüche in einem Feriendorf von hundert Bungalows abwohnen, das Hechinger in diesem Jahr auf einem 60 000 Quadratmeter großen Landbesitz in Bayern bauen lassen will", so heißt es in dem oben zitierten Bericht.

Das klingt reichlich ungewiß und muß als noch zweifelhafter erscheinen wenn man bedenkt, daß gegen Hechinger, nach Angaben der Frankfurter, Handelsauskunftei creditreform, in der Zeit vom 12. Dezember 1963 bis 7. Oktober 1965 viermal Haftbefehl zur Erzwingung, des Offenbarungseides erlassen worden ist (Frankfurter Rundschau, 24. März 1966).

Noch ist die ganze Affäre weitgehend in Dunkel gehüllt. Unerfindlich bleibt vor allem, angesichts der völlig fehlenden Konkursmasse, wohin die Millionen Mark beziehungsweise Franken, die für die wertlosen Zertifikate gezahlt worden sind, ihren Weg genommen haben.

In diesem Zusammenhang muß noch einer anderen Kategorie von Sonnensuchern Erwähnung getan werden, die auch immer wieder skrupellosen Geschäftemachern auf den Leim geht.

Viele, sehr viele Deutsche haben in den letzten Jahren ihre Ersparnisse dazu benutzt, im Ausland Grund und Boden zu kaufen, wobei vor allem die Sonnenländer (Spanien, Italien, Griechenland, Südfrankreich, der Tessin sowie der US-Bundesstaat Florida) bevorzugt werden. Bei den meisten Erwerbern solcher Grundstücke spielen neben dem Traum vom sonnigen Lebensabend auch noch steuerliche und währungspolitische Erwägungen mit.

Inzwischen haben schon zahlreiche Käufer Muße genug gehabt, ihre Kapitalsanlage im sonnigen Ausland wieder zu bereuen. Das liegt vor allem daran, daß auch auf diesem Gebiet so viele Interessenten den Versprechungen farbenfroher Prospekte und mundgewandter Acquisiteure blind vertrauen und die Katze im Sack kaufen. Das gilt vor allem für den Grundstückserwerb in Florida, bei dem eine Besichtigung an Ort und Stelle durch die große Entfernung erschwert wird. Und gerade hier ist äußerste Vorsicht geboten!

Schon im Jahre 1961 stellte die amerikanische Finanzzeitschrift Forbes fest, daß auf eine seriöse Landerschließungsgesellschaft in den USA hundert windige Händler kämen. Tatsächlich trieb die Grundstücksspekulation in Florida (und daneben auch in Kalifornien) damals die tollsten Blüten. Leichtgläubigen Interessenten wurden angeblich entzückend gelegene Grundstücke "abseits vom Lärm der großen Städte" angedreht, die sich dann nach dem Verkauf – der sich selbst innerhalb der USA oft im Wege des Postversandes vollzieht – als reines Ödland entpuppten: Kein Wasser, kein elektrischer Anschluß, keine Kanalisierung, oft genug noch nicht einmal ein befahrbarer Zufahrtsweg.