Italien wurde von einer Flutkatastrophe heimgesucht, deren Folgen noch auf Jahre hinaus fühlbar sein werden. Der Gesamtschaden könnte auf zehn Milliarden Mark anwachsen, das sind zwanzig Prozent des italienischen Staatshaushalts.

Am ärgsten betroffen wurde die Renaissance-Stadt Florenz und die Dogenstadt Venedig. Tausende von Geschäften sind zerstört.

Sechs Millionen alte Bücher der Nationalbibliothek in Florenz wurden überflutet; in den Uffizien stand das Wasser mehrere Stunden lang zwei Meter hoch. Etwa zehn Prozent der Gemälde sollen nicht mehr zu reparieren sein. Puccis Atelier und Frühjahrskollektionen wurden vernichtet. 180 tote Rennpferde trieben auf den Straßen der Arno-Stadt.

Tagelang waren 250 000 freiwillige Helfer und NATO-Soldaten im Einsatz, um die Trümmer und den Schlamm wegzuräumen, die Deichbrüche einzudämmen und Tote und Verletzte zu bergen.