Der stellvertretende Vorsitzende der NPD, Adolf von Thadden, gibt der Bundesregierung die Schuld an dem negativen Auslandsecho auf den Wahlerfolg seiner Partei in Hessen: "Die hysterischen Kommentare des Auslands sind lediglich der Reflex auf das Nazigeschrei, das hierzulande um die NPD gemacht wird."

"Daily Mirror" (Auflage: fünf Millionen): "Die ‚neuen Nazis‘ Westdeutschlands feiern einen Triumph."

"Daily Express" (Auflage: vier Millionen): "Mehr als 200 000 Wähler sagten ,Ja‘ zu den Nazis."

"Tribune de Lausanne": "Die Freunde von ‚Adolf‘ bilden heute gewiß noch keine wirkliche Gefahr für die junge deutsche Demokratie. Aber die traditionellen deutschen Parteien täten gut daran, nunmehr alle kleinen, so diskreditierenden Spielereien fallen zu lassen."

"Messagero": "Unglaublich und besorgniserregend.

"Le Monde": "Ein Hauch der Panik strich über die alten Bonner Parteien."

"Neue Zürcher Zeitung": "Hier rächt sich, daß seit der Gründung der neuen Demokratie in der Bundesrepublik zu wenig geschehen ist, um gerade den Heranwachsenden einen Sinn für das politische System zu geben, in dem sie groß wurden. Bei der ersten größeren Erschütterung in Bonn besteht die Reaktion daher gleich in Unverständnis, Verdruß und allgemeiner Ablehnung."