Bahnhöfe sind auch abends, sogar nachts Einkaufsstätten, Flughäfen (deutsche) kaum. Fliegt man, zum Beispiel, mit der letzten Berlin-Maschine abends von Hamburg nach Berlin, so trifft man – die Maschine startet 22.15 Uhr – einen erschöpften Flughafen-Service: Der Zeitungsstand ist geschlossen, die anderen Verkaufsstände sind verödet, Geschenke bringt man sich besser vom Hauptbahnhof mit, im Flughafen werden sie nicht mehr angeboten.

Vielleicht lohnt es nicht, wahrscheinlich hat man Personalmangel, oder man braucht die Späteinnahmen nicht mehr. Man ist stolz oder satt oder müde. Der Flugreisende hat es zu ertragen. Die Welt ist vertan, die Enge blieb. Nachlässig ist man auch, im Verkehr zwischen Westberlin und dem übrigen Bundesgebiet, in den Maschinen. Zeitungen werden nicht angeboten. Der Fluggast entdeckt sie beim Aussteigen hinter dem letzten Sitz. Der Service läßt nach, das Personal ist schläfrig. Auch morgens, wenn man zeitig aus Berlin abfliegt, gibt es keine Zeitungen. Auch anderswo nicht immer.