In Nr. 43 der in Ihrem Verlag erscheinenden Wochenschrift DIE ZEIT vom Freitag, dem 21. Oktober 1966, wird auf Seite 22 in einem "Erklärungen an Eidesstatt" überschriebenem Artikel des Journalisten Will Tremper folgende Behauptung aufgestellt: ‚...Dennoch war es-dem Dr. Schwerin möglich, sich zur gleichen Zeit an dem Kauf der Ufa-Studios in Berlin-Tempelhof mit siebenstelligen Beträgen zu beteiligen...‘ Diese Behauptung ist unrichtig; richtig ist folgendes: Die Fono Film GmbH, deren Gesellschafter und Geschäftsführer ich bin, ist an dem Stammkapital von 100 000,– DM der Berliner Union-Film GmbH, die früher Berliner Universal Film-Atelier GmbH firmierte, mit einem Stammanteil von 10 000,– DM, d. h. mit 10% beteiligt. Die Berliner Union-Film GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin bei den Kommanditgesellschaften "Berliner Union-Film GmbH & Co Kopierwerk KG". Diese Kommanditgesellschaften betreiben die von der Universum-Film AG erworbenen ehemaligen Ufa-Betriebe in Berlin-Tempelhof, nämlich die Studios in der Oberlandstraße und das Kopierwerk in der Viktoriastraße. Weder die Fono Film GmbH noch ich persönlich sind über den Betrag von 10 000,– DM hinaus an einer der betriebführenden Kommanditgesellschaften beteiligt, deren Kapital einschl. der Kommanditeinlagen 2,2 Mio DM beträgt.

Mit vorzüglicher Hochachtung, Dr. Schwerin

Ich bin also einer falschen Information zum Opfer gefallen, wofür ich mich gern bei Herrn Dr. Schwerin entschuldige. Allerdings hätte ich das, was Herr Dr. Schwerin richtigstellt, wäre es mir von anderer Seite mitgeteilt worden, noch weniger geglaubt. Mitbesitzer des UFA-Studios in Berlin-Tempelhof und des Kopierwerkes in der Tempelhofer Viktoriastraße für nur 10 000 DM Beteiligung zu werden, nenne ich selbst dann noch ein unglaublich glänzendes Geschäft, wenn Herr Dr. Schwerin (wie er nicht schreibt) dafür Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin "Berliner Union Film GmbH" bei den KGen "Berliner Union Film GmbH & Co Studio-KG" und "Berliner Union Film GmbH & Co Kopierwerk-KG" sein muß. Das heißt nichts anderes, als daß Herr Dr. Schwerin als Gesellschafter und verantwortlicher Geschäftsführer mit nur 10 000 DM für Firmen haftet, deren Kapitaleinlage allein 2,2 Millionen DM beträgt. Und dies, nachdem Herr Dr. Schwerin als Geschäftsführer seiner Fono-Film GmbH einen, wie er selbst bekanntgab, Verlust von 1,3 Millionen DM bei nur drei Spielfilmen erzielt hat.

Das nenne ich Vertrauen in Dr. Schwerin.

Will Tremper