Der neue Wartburg 1000 des Eisenacher Automobilwerks verdient Aufmerksamkeit trotz des Zweitaktmotors, von dem die westliche Automobilindustrie abgekommen ist. Warum eigentlich? Womöglich, weil er, wie beim DKW, zu robust und damit zu dauerhaft war? Da sich der Ostblock an die häufig zweifelhaften technischen Modernisierungstendenzen im Westen nicht zu halten braucht, produziert also die DDR nach wie vor den dreizylindrigen Zweitakter, jetzt freilich mit einigen Verbesserungen gegenüber den Vorgängern des Wartburg.

Dieser neue Wartburg 1000 ist ein gut durchdachtes Automobil, durch Preis und Qualität interessant. Das Armaturenbrett ist übersichtlich, der Kofferraum ist auffallend groß. Alles ist zweckmäßig, für bequeme Reisen bestimmt. Das neue Fahrwerk hat Schraubenfedern und Teleskopstoßdämpfer. Die Kotflügel sind abschraubbar und schnell zu wechseln. Der Wagen ist mit einer 12-Volt-Anlage ausgerüstet und hat, im Vergleich zu den älteren Modellen, jetzt einen besseren Kühler mit einer Dauerfüllung für 50 000 Kilometer. Der Wendekreis wird vom Werk mit 10,2 Meter angegeben. Das ist beachtlich für einen Wagen mit Frontantrieb.

Technische Daten

Wartburg 1000 Dreizylinder-Zweitaktmotor PS: 45

Höchstgeschwindigkeit: 125 km/st Trommelbremsen (blockiersicher) Viertürig

Benzinverbrauch: etwa 9,2 Liter Preis: 5 150 Mark (Standardausführung)

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