A. Z., München

Alois Hundhammer, Bayerns bärtiger Landwirtschaftsminister, überreichte dem argentinischen Konsul Pedro Knutti feierlich zwei junge kräftige Bullen. Die beiden je zwölf Zentner schweren Stiere sollen eine bayerische Blutauffrischung für argentinische Kühe sein, die zu Fettleibigkeit neigen. Bullenverschenker Hundhammer nahm diese Übergabe zum Anlaß, ein Hohelied auf sein Fleckvieh zu singen. Bayerische Bullen tun Dienst in aller Welt, erklärte er. Sie dienen in Afrika und Asien, in Thailand und der Tschechoslowakei. Und, was der Minister besonders hervorhob, sie haben die bayerischen Brauer geschlagen. Das Bier, eines der Symbole des Freistaates, wurde heuer nur für 28,7 Millionen Mark exportiert, während lebendiges Rindvieh für 35 Millionen Mark über die Grenzen getrieben wurde.

Ein bayerischer Stier kostet gute 2500 Mark.