Walter Schuberth, Staatssekretär im hessischen Innenministerium, wurde einstweilen pensioniert. Grund: Antisemitische Sentenzen in seiner Dissertation aus dem Jahre 1939.

Karl-Heinz Barth, Agrarprofessor, 1963 wegen Zugehörigkeit zur Waffen-SS aus dem Zentralkomitee der SED ausgestoßen, stieg zum Direktor des volkseigenen Guts Groß Vielen auf.

Adolf von Thadden, Vizechef der NDP, der sich selbst das Prädikat "national-konservativ" ausstellt, gab die Mitgliederzahl seiner Partei mit 23 000 an (Vorjahr 10 000).

Jack Lynch, Vorsitzender der irischen Fianna-Fail-Partei, 49 Jahre alt, wurde zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Sein Vorgänger Sean Lemass ging mit 67 Jahren aufs Altenteil.

Mao Tse-tung fuhr im offenen Jeep durch ein zwanzig Kilometer langes Spalier von anderthalb Millionen Rotgardisten, die aus der Provinz nach Peking gezogen waren.

Francisco Franco, spanischer Caudillo, erließ eine Generalamnestie für alle Delikte aus den Bürgerkriegsjahren und löste die Militärgerichte auf.

Americo Thomaz, portugiesischer Staatschef, wurde von 118 prominenten Landsleuten gebeten, Ministerpräsident Antonio Salazar zu entlassen und die demokratischen Grundrechte wieder zuzulassen.