CDU-Altbundestagsabgeordneter August Dresbach erwägt seinen Austritt aus der Union, weil der ehemalige NS-Parteigenosse Kiesinger Kanzler werden soll. Innerhalb der Bundesregierung wurden Männer mit "brauner" Vergangenheit freilich auch in der Vergangenheit schon geduldet, zum Beispiel:

Justiz- und Wohnungsbauminister Ewald Bucher (FDP): NSDAP-Mitglied seit 1937, Träger des Goldenen HJ-Abzeichens.

Innenminister Hermann Höcherl (CSU): NSDAP-Mitglied 1931/32, erneut seit 1935.

Vertriebenenminister Hans Krüger (CDU): NSDAP-Mitglied seit 1933, Ortsgruppenleiter 1943.

Vertriebenenminister Theodor Oberländer (CDU): NSDAP-Mitglied seit 1933, Reichsführer des "Bundes deutscher Osten" seit 1939.

Innen- und Außenminister Gerhard Schröder (CDU): NSDAP-Mitglied 1933 bis 1941, SA-Anwärter bis 1934.