Mit Emphase hat Premierminister Harold Wilson einen neuen britischen Anlauf zur EWG angekündigt. Eine genaue Analyse ergibt jedoch, daß sich an der vorsichtigen britischen Haltung wenig geändert hat. Wilsons Bekenntnis ist mit vielen Vorbehalten befrachtet:

Erst will er die Regierungschefs der sieben EFTA-Länder konsultieren, sodann in Gesprächen mit den Regierungschefs der sechs EWG-Staaten sich erkundigen, ob die Interessen des Commonwealth in der EWG berücksichtigt würden; danach erst will sich die Regierung entscheiden, ob sie die Aufnahme in Brüssel beantragen soll. Aber den Antrag soll die Regierung nur stellen, wenn die Wirtschaft des Landes gesundet, die Zahlungsbilanz gestärkt und das Pfund nicht schwächer ist als heute.

"Uns ist es ernst", beteuerte Wilson, mußte sich aber von der Opposition vorhalten lassen, daß er sich nicht fest zur Unterzeichnung der Römischen Verträge verpflichtet habe.