Eine Umsatzsteigerung um 15 Prozent auf etwa 80 Millionen Mark erwartet für dieses Jahr, trotz der abflauenden Baukonjunktur, die Braas & Co GmbH, Frankfurt, Produzent der "Frankfurter Pfannen". Über 90 Prozent des Umsatzes dieser Firma entfallen auf jene Betondachsteine, von denen in diesem Jahre ungefähr 180 Millionen Stück auf den Markt kommen werden. Im gesamten Markt der "harten Bedachungsstoffe" – Tonziegel, Schiefer und Betonsteine – liegt der Marktanteil von Braas & Co bei rund 30 Prozent.

Eine Dividendensenkung um 2 auf 8 Prozent schlägt die Ada-Ada-Schuh AG, Frankfurt-Höchst, ihrer zum 15. Dezember einberufenen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 1965/66 (30.6.) vor. Zwar ist der ausgewiesene Gewinn mit 0,2 Millionen Mark bei einem Aktienkapital von 1,8 Millionen Mark unverändert geblieben, doch geschah das nur durch die Auflösung von Rückstellungen. Dagegen waren bei nur schwach von 20,4 auf 20,7 Millionen Mark erhöhten Umsatzerlösen die ertragsabhängigen Steuern von 0,5 auf 0,2 Millionen Mark zurückgegangen. Auch für das laufende Jahr bezeichnete Ada-Ada die Aussichten als "keineswegs günstig".

Ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum hat die Varta AG, Frankfurt, in Kelkheim/Taunus eingerichtet. Ihr Vorstandsvorsitzender, Dr. Herbert Quandt, erklärte bei der Eröffnung, die industriellen Forschungsaufgaben seien so ungeheuer gewachsen, daß selbst kapitalkräftigste Unternehmen glaubten, diese Aufgaben nicht mehr allein lösen zu können. Darum seien die Forschungsgemeinschaften bedeutender Gesellschaften entstanden. Finanzielle Verflechtungen oder Zusammenschlüsse seien aber doch ungleich stärker als nur Verträge über gemeinsame Forschung.

Die Braun AG, Frankfurt, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1965/66 (30. 9.) ihren Umsatz um 12,8 (20,8) Prozent auf 197 (175) Millionen Mark erhöhen. Bei der Braun-Gruppe stieg das Umsatzvolumen um 16,8 (21,2) Prozent auf 245 (210) Millionen Mark. Bei der Muttergesellschaft erhöhte sich der Anteil des Exportes von 33 auf 37 Prozent. Innerhalb der Gruppe enfällt nahezu die Hälfte des Umsatzes auf das Auslandsgeschäft. Wenn auch der Ertrag nicht im gleichen Verhältnis wie der Umsatz gestiegen sein wird, können die freien Aktionäre zumindest mit der Vorjahresdividende von 17 Prozent rechnen. Das Kapital der Braun AG beträgt 24 Millionen Mark, wovon 18 Millionen Mark überwiegend im Familienbesitz sind.