Gesellschaft): Mit 31 Jahren ist Konrad Klapheck aus Düsseldorf der jüngste Maler, dem die Ehre 2uteil wurde, in der KeslnerGesellschaft auszustellen. Er ist Maschinenmaler per excellence, hat nie etwas anderes gemalt, hat manisch und penetrant an dem Sujet festgehalten. Der große Andre Breton feierte ihn als einen surrealistischen Wiedergänger, der den Maschinen gegenüber die Haltung des Beschwörers einnehme und sie nach seiner Pfeife tanzen lasse. Die PopArt hat ihn für sich in Anspruch genommen, aber sein Maschinenfetischismus ist älter als Pop und das künstlerische Interesse an der Konsumwelt. Seine Bilder wurden auch als Beispiele für den neuen symptomatischen Realismus herangezogen, es spricht nicht gegen Klapheck, daß es so schwierig ist, ihn in den aktuellen Strömungen unterzubringen. Rund hundert Bilder aus den Jahren 1955 bis 1966 sind in Hannover ausgestellt. Solche Massierung kann bei so enger Thematik den Bildern gefährlich werden. Bei Klapheck verhält es sich umgekehrt, keine Spur von Langeweile. Jede noch so geringe Mutation der Maschine ändert auch ihren Charakter. Subtile malerische Differenzierungen kommen innerhalb der acht Familien des Klapheckschen Familienparks an den Tag, Opus l ist die Schreibmaschine, die er 1955 gemalt hat, es war im Rückblick ein revolutionärer Akt, Protest gegen die global und auch in Düsseldorf verbindliche abstrakte Malerei. Das prosaische Objekt wurde in prosaischer Supergegenständlichkeit auf der Leinwand erstellt. Bei den nächsten Maschinenbildern bereits beginnt der Prozeß der Identifizierung und Humanisierung. Die Schreibmaschine, nur wenig modifiziert, erscheint als "Athletisches Selbstbildnis", aber auch als "Meine medusenhafte Geliebte". Das Arsenal wird mit Vorsicht erweitert. Die neuen Gegenstände werden ebenso ernst genommen und ironisch interpretiert. Die Nähmaschine fungiert als Braut, Mutter und Witwe "Die Wasserhähne und Duschen", schreibt Klapheck, "seit jeher die Vertrauten des Physischen im Menschen, wurden zu Geschöpfen, die ganz dem Eros leben, während die Schuhspanner durch ihre Zweiheit die Freuden und Mißlichkeiten der Ehe beschwören. Die Fahrradschelle, beladen mit Erinnerungen an das erste Fahrrad meiner Kindheit,