Die Spekulation des dänischen Ministerpräsidenten Jens Otto Krag auf Neuwahlen ist aufgegangen, allerdings anders, als er es wohl erwartet hatte. Er kann künftig wieder mit einer sozialistischen Mehrheit regieren, jedoch auf Kosten seiner eigenen sozialdemokratischen Partei, die von 76 auf 69 Sitze im Folketing zurückfiel.

Gewinner der Wahl am Dienstag war eindeutig die links von den Sozialdemokraten stehende Sozialistische Volkspartei des früheren Kommunistenführers Aksel Larsen, die die Zahl ihrer Mandate auf 20 verdoppeln konnte. Larsen hatte sich nach dem Ungarn-Aufstand von Moskau abgewandt und aus abtrünnigen Kommunisten und Sozialdemokraten eine neue Partei gebildet.

Die vier noch im Parlament vertretenen bürgerlichen Parteien bringen es zusammen nur auf 86 Mandate. Vermutlich bleibt die bestehende Minderheitsregierung Krag im Amt.