Einem Bericht der australischen Commonwealth-Organisation für wissenschaftliche und industrielle Forschung in Canberra zufolge erfreuen sich Tausende von australischen Kühen nur darum bester Gesundheit, weil jemand auf die Idee kam, ihnen alte Schrauben aus unbrauchbar gewordenen Landwirtschaftsmaschinen ins Futter zu geben.

Vor einigen Jahren hatte die Organisation in einer groß angelegten Aktion damit begonnen, dem Viehfutter Kobaltpillen beizumischen, um damit einen gefährlichen Nahrungsmangel auszugleichen. Es stellte sich jedoch bald heraus, daß die Kobaltkugeln sich im Magen der Kühe mit einer steinharten Kalkkruste überzogen, die verhinderte, daß das Kobalt wie gewünscht in den Kreislauf der Tiere aufgenommen wurde. Die Bettung kam durch den Einfall mit den Schrauben. Man gab sie einigen Kühen ins Futter und hoffte, daß sie im ständig arbeitenden Magen der Tiere die Kalkschicht der Kobaltkugeln zerstören würden.

Die Hoffnung erfüllte sich. Nach Ansicht der Fachleute bereiten die Schrauben den Tieren keine Beschwerden. So gibt es heute auf den australischen Farmen Tausende von Kühen, die gesund sind, weil es in ihrem Magen rasselt.

U. R.