Dreihundert Mallorca-Urlauber mußten ihren Rückflug verschieben. Vier Viscount-Maschinen der Condor die Feriengäste deutscher Reiseunternehmen, vor allem Scharnow-Urlauber, abholen wollten, mußten am 11. November auf spanische Intervention hin fast leer zurückfliegen.

Die Zusammenhänge, warum das geschah, sind verzwickt. Die Spanier hatten plötzlich Einspruch erhoben, nachdem der Rücktransport an zwei vorhergehenden Wochen reibungslos erfolgte. Es gibt eine Chartervorschrift, nach der Fluggäste von demselben Charterer zurücktransportiert werden müssen, der sie hinbrachte. Die Passagiere, um die es hier ging, waren aber nicht von Condor, sondern zum Beispiel von der spanischen Chartergesellschaft Spantax auf die Inseln geflogen worden. Nun gibt es eine zweite Vorschrift, die die erste aufhebt. Sie gilt zum Beispiel bei Saisonwechsel, wenn die Sommerflugketten aufhören. Daß die Urlauber dennoch zurückgehalten wurden, wird durch spanische Launen erklärt. Die letzten 132 Gäste trafen schließlich erst mit 24stündiger Verspätung an Bord spanischer Flugzeuge auf dem Frankfurter Flughafen ein. Scharnow kostete dieses Manöver 40 000 Mark. -dt